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Europameister Baraou verhindert deutschen Knockout bei WM

Boxen Europameister Baraou verhindert deutschen Knockout bei WM

Die deutschen Boxer wurden bei der WM in Hamburg kalt erwischt. Nur einer hat eine Medaille sicher: Abass Baraou. Selbst der große Hoffnungsträger Harutyunyan ist gescheitert.

Artem Harutiunian (r) trifft seinen usbekischen Gegner Ikboljon Kholdarov im Halbweltergewicht, verliert den Kampf aber. Foto: Christophe Gateau

Hamburg. Abass Baraou hat den K.o. für die deutschen Boxer bei den Amateur-Weltmeisterschaften in Hamburg verhindert. Der Europameister im Weltergewicht besiegte den Mongolen Tuvshinbat Byamba mit 5:0 Punktrichterstimmen und kämpft um den Einzug ins Finale.

Sein Gegner ist der London-Olympiasieger und Ex-Weltmeister Roniel Iglesias aus Kuba. Zumindest die Bronzemedaille hat der in Berlin trainierende Oberhausener aber schon sicher.

"Ich freue mich, aber in bin noch nicht am Ziel", sagte der 22 Jahre alte Schützling von Trainer Ralf Dickert vor dem Halbfinal-Kampf. "Ich werde alles geben, um den Titel zu holen." In einem sehr intensiven Gefecht teilten sowohl der Deutsche als auch der Mongole pausenlos aus. "Es hat mich ein bisschen sauer gemacht, dass meine Mannschaftskameraden vorher alle raus sind", sagte der Sohn togoischer Eltern. "Ich habe auch für sie gekämpft."

Von zehn deutschen Faustkämpfern waren neun ausgeschieden. Im Viertelfinale purzelten gleich fünf aus dem Wettbewerb. Entsetzen herrschte, weil auch der größte Hoffnungsträger Artem Harutyunyan aus dem Turnier stürzte. Der Olympia-Dritte hatte den Titel in seiner Heimatstadt als Ziel verkündet und fühlte sich in Gold-Form. Doch der Usbeke Ikboljon Kholdarov besiegte den Deutschen mit 3:2 Punktrichterstimmen. "Alle dachten, ich habe gewonnen. Ich auch. Mein Gegner hat sehr unsauber geboxt. Er hat gestoßen, geklammert, mit dem Kopf gestoßen", sagte der 27-jährige Harutyunyan.

"Er hat niemals verloren", zürnte sein Heimtrainer Artur Grigorjan, selbst gebürtiger Usbeke. Co-Trainer Michael Timm konnte seine Tränen nicht verbergen. "Das habe ich noch nicht erlebt. Das geht einfach nicht", monierte der Schweriner. "Ich weiß nicht, was die Punktrichter gesehen haben." Doch der Usbeke war der aktivere Boxer, der mehr Treffer landete. Zweimal wurde Asienmeister Kholdarov wegen unsauberen Boxens verwarnt, am Ende reichte sein Vorsprung aber. Der Usbeke schickte Harutyunyan sogar einmal mit der Rechten zu Boden.

Ebenfalls ihre Viertelfinalkämpfe verloren haben der Berliner Omar El-Hag, Salah Ibrahim aus Münster, der Berliner Murat Yildirim und der Kölner Ibrahim Bazuev. Sie alle verpassten damit eine Medaille. Der 23 Jahre alte Bantamgewichtler El-Haag musste sich dem kasachischen WM-Dritten Kairat Jeralijew mit 0:5 Punktrichterstimmen beugen. Ebenso erging es Halbfliegengewichtler Ibrahim gegen den Titelverteidiger und Olympia-Dritten Joahnys Argilagos aus Kuba, Leichtgewichtler Yildirim gegen Kubas dreimaligen Weltmeister Lazaro Alvarez und Halbschwergewichtler Bazuev gegen Olympiasieger und Titelverteidiger Julio la Cruz aus Kuba.

dpa

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