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McGregor neckt Mayweather: "ist nicht auf meinem Niveau"

Boxen McGregor neckt Mayweather: "ist nicht auf meinem Niveau"

Mayweather und McGregor wollen vor ihrem Millionen-Kampf nicht mehr viel reden. Die Pressekonferenz vor dem schrägen Duell war kein Spektakel. Dafür soll es im Ring richtig krachen.

Floyd Mayweather (l) und Conor McGregor haben sich bei der letzten Pressekonferenz vor dem Kampf verbal zurückgehalten. Foto: Joel Marklund/Bildbyran via ZUMA

Las Vegas. Der müde Prolog zum umstrittenen Kampf zwischen Boxer Floyd Mayweather und Kampfsportler Conor McGregor wird die Verkaufszahlen für das Bezahlfernsehen kaum weiter ankurbeln können.

Geradezu brav haben sich beide Sportler in Las Vegas bei der letzten Pressekonferenz vor dem Duell am Sonntag verhalten. Fans und Veranstalter hatten sich schon auf Beschimpfungen und eventuelle Handgreiflichkeiten zwei Tage vor dem Kampf gefreut.

Nichts von alledem. Mayweather und McGregor ließen die versammelte Weltpresse 45 Minuten warten, um anschließend die bekannten Formeln von sich zu geben. Der 29 Jahre alte McGregor, der als Champion in der Kampfsportart Mixed Martial Arts als Underdog in den Ring steigt, weil er ausschließlich boxen muss, kündigte zum wiederholten Male eine Überraschung an. Er werde Mayweather innerhalb der ersten zwei Runden k.o. schlagen, behauptete der Ire.

"Ihr hättet lieber euren Mund halten und mich dort lassen sollen, wo ich war", meinte der Ire und deutete damit an, nunmehr die Boxwelt aus den Angeln zu heben. "Dieser Mann ist nicht auf meinem Niveau", urteilte er über Mayweather, der in seiner aktiven Zeit gewichtsklassenübergreifend als bester Boxer der Welt gefeiert wurde. "Ich werde ihn in seinem eigenen Sport übertrumpfen."

Der in einem Vorort von Dublin geborene McGregor ist Leichtgewichts-Champion der amerikanischen Kampfsportserie Ultimate Fighting Championship. Er ist in seinem brutalen Universalsport ein gefürchteter Bodenkämpfer mit Techniken, die auch aus dem Ringen oder Judo kommen. Aber er ist nur ein mäßiger Boxer. Dass er unter Realitätsverlust leidet, begünstigt durch seinen raketenhaften Aufstieg vom Sozialhilfeempfänger zum Titelträger binnen vier Jahren, ist nicht anzunehmen. McGregor wurde noch nie so mit Geld überschüttet wie jetzt. Das Geschäft will er natürlich nicht kaputtreden.

"Ich werde angreifen, Druck auf ihn ausüben und den alten Mann brechen", verkündete McGregor. "Er ist ein geschlagener Mann. Er wird die Brachialkraft, mit der ich auf ihn zukomme, nicht aushalten." Experten räumen dem Mixed-Martial-Arts-Kämpfer nur in der frühen Phase des Duells Chancen ein. Aber er muss erst mal treffen. Mayweather wird als der beste Verteidigungs- und Konterboxer der Geschichte angesehen.

Der 40 Jahre alte US-Amerikaner hatte sich vor knapp zwei Jahren in den Ruhestand verabschiedet. Unklar ist, ob er seine alte Form wieder erreicht. Seine 49 Profikämpfe hat er allesamt gewonnen. Nun will er seine weiße Weste natürlich nicht beschmutzen. "Ich gehe ein Risiko ein", gab Mayweather zu. "Aber es ist es mir wert."

Der Grund dafür liegt auf der Hand. Medienberichten zufolge rechnen die Veranstalter mit Einnahmen von mehr als 600 Millionen Dollar (508 Millionen Euro). Money Mayweather, wie der Multimillionär genannt wird, soll laut "New York Post" knapp 200 Millionen Dollar erhalten. McGregor winken immerhin noch 100 Millionen Dollar. Um einen WM-Titel geht es nicht. Der Weltverband WBC schafft aber Abhilfe: Er ließ einen mit Diamanten, Saphiren, Smaragden und Gold besetzten Gürtel anfertigen. Mayweather ist begeistert. Er liebt Klunker.

dpa

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