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Streit um WM - WBA gibt Sturm statt Feigenbutz Titelchance

Boxen Streit um WM - WBA gibt Sturm statt Feigenbutz Titelchance

Nach dem Sieg von Weltmeister Brähmer in Dresden gab es nicht nur Freude. Das vereinbarte WM-Duell zwischen dem 19-jährigen Feigenbutz und Weltmeister Tschudinow droht zu platzen.

Dresden. Um den angekündigten Weltmeisterschaftskampf von Profiboxer Vincent Feigenbutz ist ein Streit entbrannt. Der 19 Jahre alte Karlsruher sollte ursprünglich am 5. Dezember gegen den russischen Titelträger Fjodor Tschudinow um den WBA-Gürtel im Supermittelgewicht kämpfen.

Damit hätte er jüngster deutscher Boxweltmeister werden können. Der Vertrag sei im Juli von Tschudinows Manager Wlad Chrjunow unterschrieben worden, sagte Promoter Kalle Sauerland Samstagabend in Dresden. In Sachsens Hauptstadt hatte der Schweriner Jürgen Brähmer seinen WM-Titel im Halbschwergewicht gegen den Kölner Konni Konrad erfolgreich verteidigt.

Nunmehr hat die WBA einen Rückkampf zwischen Tschudinow und dem Kölner Felix Sturm angeordnet, angeblich wegen des knappes Ausgangs des ersten Kampfes. Das Duell im Mai dieses Jahres hatte Tschudinow offiziell mit 2:1 Punktrichterstimmen gewonnen. Tatsächlich aber hätte der Russe wegen seiner Überlegenheit zum 3:0-Sieger bestimmt werden müssen. Selbst Sturm gestand damals ein: "Schlecht geboxt und verdient verloren."

"Wir werden die Anordnung nicht akzeptieren. Wir haben einen Vertrag mit Tschudinow und werden kämpfen bis zum Letzten", sagte Sauerland. "Vincent hat sich die Chance auf den Rekord verdient." Der als Interimschampion geführte Feigenbutz beklagte sich bitterlich. "Ich bin total enttäuscht und stinksauer. Ich habe für den WM-Kampf schon trainiert", sagte er der "Bild am Sonntag".

Sturms PR-Manager Manfred Meier äußerte Zweifel an einen Vertrag zwischen Tschudinow und dem Sauerland-Stall. "Ich habe keinen Vertrag gesehen", meinte er. "Feigenbutz ist 19 Jahre alt. Der soll erst mal zeigen, was er kann. Dann kriegt er auch mal eine WM-Chance." Auch Sturm sieht die WBA-Entscheidung als richtig an. "Ich verstehe die ganze Aufregung nicht. Auch ein anderer Weltverband, die WBO, hat in der Vergangenheit einen Rückkampf zwischen Arthur Abraham und dem Engländer Paul Smith angeordnet - obwohl der erste Kampf einen klaren Sieger hatte", sagte er der "Bild am Sonntag".

dpa

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