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Votum gegen Amateurbox-Präsident Wu

Boxen Votum gegen Amateurbox-Präsident Wu

Der Amateurbox-Weltverband AIBA sorgt immer wieder für Schlagzeilen. Auf der Sitzung der Exekutive in Moskau ging es hoch her, Präsident Wu wurde überstimmt. Dabei hat insbesondere der deutsche Verbandschef gerade ganz andere Sorgen.

Ching-Kuo Wu ist der Präsident des Amateurbox-Weltverbandes.

Quelle: Daniel Bockwoldt

Moskau. Das Exekutivkomitee des Amateurbox-Weltverbandes (AIBA) hat sich auf einer offenbar turbulenten Sitzung in Moskau mit klarer Mehrheit gegen seinen Präsidenten Wu Ching-Kuo gestellt.

Das deutsche Exekutivmitglied Jürgen Kyas widersprach allerdings einem Bericht der "New York Times", wonach der Vorstand Wu das Misstrauen ausgesprochen habe. Das Blatt hatte berichtet, die Mitglieder hätten mit 12:2-Stimmen bei einer Enthaltung gegen den umstrittenen Verbandschef aus Taiwan votiert.

Es sei stattdessen in dem Beschluss gefordert worden, dass innerhalb der nächsten drei Monate ein außerordentlicher Kongress stattfinden müsse. Dabei solle es unter anderem um die Frage gehen, ob künftig bei Olympia die Männer in weniger Gewichtsklassen boxen und dafür mehr Frauen-Wettbewerbe stattfinden. Eine entsprechende Empfehlung des Internationalen Olympischen Komitees soll das IOC-Mitglied Wu ohne Abstimmung mit seiner Exekutive unterstützen. Der 70-Jährige sitzt seit 1988 im IOC ist seit 2006 AIBA-Präsident.

Kyas, der Präsident des Deutschen Boxsport-Verbandes wies die Darstellung zurück, Wu habe damit gedroht, widerspenstige Exekutivmitglieder durch den Sicherheitsdienst entfernen zu lassen. "Das ist bei weitem übertrieben, natürlich wurde hart gesprochen", sagte Kyas. Wu sei allerdings sehr ungehalten gewesen, weil er nicht Notwendigkeit für einen außerordentlichen Kongress gesehen habe.

Auch Rückforderungen von Sponsoren in Millionenhöhe beschäftigen laut "New York Times" die AIBA. So soll ein Unternehmens aus Aserbaidschan binnen 30 Tagen die Rückzahlung eines seit vier Jahren fälligen Darlehens über zehn Millionen Dollar verlangen und anderenfalls mit rechtlichen Schritten drohen. "Das ist noch lange nicht ausgefochten, hier gibt es gegenteilige Rechtsauffassungen", sagte Kyas.

Die Summe übersteige die finanziellen Möglichkeiten des Verbandes, heißt es in dem Bericht der "New York Times". Ein weiterer Investor verlange die Erstattung von 19,5 Millionen Dollar, die an die Vermarktungsgesellschaft der AIBA geflossen seien. Der Weltverband hatte in einer Stellungnahme am Wochenende seinem früheren Exekutivdirektor Kim Ho (Südkorea) finanzielles Missmanagement vorgeworfen.

Kurz vor den Weltmeisterschaften der Amateurboxer in Hamburg vom 25. August bis zum 3. September zeigte sich der deutsche Verbandschef unglücklich über die Vorkommnisse. "Diese Querelen kommen zu einer Unzeit, ich habe das deutlich und laut gesagt", betonte Kyas. Das AIBA-Exekutivkomitee vergab die WM 2019 an das russische Sotschi und die WM 2021 an Neu-Delhi.

dpa

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