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Weltmeister Tyson Fury verspottet Doping-Fahnder

Boxen Weltmeister Tyson Fury verspottet Doping-Fahnder

Erneut ein Dopingverdacht gegen Weltmeister Fury. Diesmal geht es um Kokain. Der Brite macht sich lustig über diesen Vorwurf. Unlängst hatte er die Revanche gegen Klitschko abgesagt. Fury droht eine Sperre.

Hamburg. Boxweltmeister Tyson Fury macht sich über den Dopingverdacht gegen ihn lustig und verspottet die Kontrolleure.

Der positiv auf Kokain getestete Boxweltmeister hat auf seinem Twitter-Account eine Fotomontage aus einem Filmklassiker zur Schau gestellt, wo Gangster Tony Montana, gespielt von US-Schauspieler Al Pacino, vor einem Berg Drogen sitzt. Das Foto stammt aus dem Film "Scarface". Fury ersetzte Al Pacinos Antlitz durch das seine und schrieb: #Tysonmontana. So lautet nunmehr auch sein Twitter-Name.

Das amerikanische Unternehmen Voluntary Anti-Doping Association (VADA) hatte mitgeteilt, dass ein Test bei Fury am 22. September positiv ausgefallen sei. In der Urinprobe sei die Substanz Benzoylecgonin ermittelt worden, die Bestandteil von Kokain ist. Einen Tag nach dem Test hatte sein Manager Mick Hennessy die für den 29. Oktober geplanten WM-Revanche gegen den Ukrainer Wladimir Klitschko abgesagt mit der Begründung, Fury fühle sich derzeit gesundheitlich nicht in der Lage, in den Ring zu steigen. Britische Medien spekulierten über psychische Ursachen.

Klitschko hatte im November 2015 durch eine Punktniederlage gegen Fury überraschend seine WM-Titel der Verbände WBA, WBO, IBF und IBO verloren. Der Rückkampf gegen Fury sollte zunächst am 9. Juli stattfinden. Den sagte der Brite wegen einer Knöchelverletzung ab. Später folgte schließlich auch die Absage des zweiten Termins (29. Oktober).

Fury soll nun am 4. November vor der britischen Anti-Doping-Agentur UKAD aussagen. Dort geht es zunächst um einen alten Dopingvorwurf. Im Frühjahr 2015 soll bei einem Test das anabole Steroid Nandrolon festgestellt worden sein. Fury bestreitet ein Vergehen. Aufgeklärt wurde der Fall bislang nicht.

Da Manager Hennessy eine längere Kampfpause Furys angekündigt hatte, wird ohnehin eine Reaktion der Weltverbände erwartet. Möglich, dass diese dem Profi wegen Inaktivität die Titel aberkennen. Falls die Dopingvorwürfe bei der Analyse der B-Probe bestätigt werden, droht dem 2,06 Meter großen Boxer eine Sperre. "Sollte sich das bewahrheiten, ist Fury für mich der unwürdigste Schwergewichts-Weltmeister aller Zeiten", sagte Klitschko-Manager Bernd Bönte.

Sein Schützling favorisiert jetzt einen WM-Kampf gegen den Briten Anthony Joshua. Der 26 Jahre alte Olympiasieger von 2012 besitzt den IBF-Titel und hat seine bisherigen 17 Profikämpfe allesamt durch K.o. gewonnen. Klitschko bringt es in 68 Kämpfen auf 64 Siege (53 K.o.).

dpa

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