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CHL: Chance zur Wiedergutmachung für DEL-Clubs

Eishockey CHL: Chance zur Wiedergutmachung für DEL-Clubs

Sechs DEL-Clubs treten in der Champions League an und wollen es diesmal besser machen. Auch die Verantwortlichen des Wettbewerbs hoffen, dass sie aus der Vergangenheit gelernt haben. Mit der Teilnahme werden nicht alle für eine erfolgreiche Vorsaison belohnt.

Berlin. Krefeld empfängt den finnischen Meister Kärpät Oulu, München ist beim slowakischen Titelträger HC Kosice zu Gast: Am Donnerstag beginnt die Saison in der Champions Hockey League (CHL) mit insgesamt sechs deutschen Clubs.

Champions League im Eishockey? Für viele Sport-Fans ist der Wettbewerb eine Unbekannte, er geht erst in sein zweites Jahr. Wichtige Fragen und Antworten vor dem Auftakt:

Welche deutschen Clubs sind dabei?

Meister Adler Mannheim, Vizemeister ERC Ingolstadt, die Eisbären Berlin und Krefeld Pinguine haben als Gründungsclubs ein Startrecht garantiert. Der EHC München qualifizierte sich als Zweiter der Hauptrunde als bestes Team hinter Hauptrunden-Sieger Mannheim, die Düsseldorfer EG als bestes DEL-Playoff-Team nach Mannheim und Ingolstadt.

Wie ist der Modus?

48 Teams aus 12 Ländern spielen um den Titel. Das Feld wurde im Vergleich zur Debüt-Saison um vier Mannschaften aufgestockt. In 16 Vorrundengruppen treffen je drei Clubs in Hin- und Rückspiel aufeinander. Die Gruppenspiele enden am 6. September, fünf Tage vor dem DEL-Start. Die ersten Zwei jeder Gruppe ziehen in die K.o.-Runde der besten 32 ein. Das Finale steigt am 9. Februar. Insgesamt wird ein Preisgeld von 1,5 Millionen Euro ausgeschüttet.

Wie lief es in der Premieren-Saison?

Enttäuschend. Alle sechs DEL-Teilnehmer scheiterten in der Vorrunde. "Ich will nicht sagen, die Deutschen waren unvorbereitet, aber vielleicht nicht so vorbereitet wie die anderen Clubs", sagt Berlins Geschäftsführer Peter John Lee. "Vielleicht haben sie es nicht so ernst genommen." Auch die Organisatoren hatten sich mehr erhofft, Deutschland bietet einen wichtigen Markt. Als einziger Sieger ist bisher Luleå HF aus Schweden in den Pokal eingraviert.

Wie sind die Chancen der Deutschen diesmal?

Besser. Der neue Modus kommt den Teilnehmern der Deutschen Eishockey Liga entgegen. In der Debüt-Saison zogen nur zwei von vier Teams aus den Gruppen in die K.o.-Phase ein. Eine abenteuerliche Reise hat Mannheim mit dem Ausflug ins weißrussische Grodno vor sich.

Wo gibt es die Spiele zu sehen?

Sport1 überträgt zunächst sieben deutsche Vorrunden-Spiele und plant, weitere ausgewählte Partien der K.o.-Runde zu zeigen. LAOLA1.tv präsentiert alle 24 deutschen Gruppenspiele im Internet.

Hat die Champions League einen ähnlichen Stellenwert wie im Fußball?

Nein. "Es sind Vorsaisonspiele, aber auf einem ganz anderen Niveau", sagt DEG-Teammanager Walter Köberle zur Gruppenphase. Die CHL ist noch nicht etabliert. Vorherige Bemühungen, einen Europapokal langfristig im Eishockey-Kalender zu integrieren, scheiterten. Bislang zieht die CHL wenig Interesse auf sich. In der Vorsaison kamen in Berlin, Hamburg und Mannheim im Schnitt mehr als 5000 Zuschauer, trotz der Misserfolge lagen die Clubs damit vorn. In der DEL sind es bei diesen Clubs regelmäßig aber mehr als 10 000 Fans.

Was sind Kritikpunkte?

Das automatische Teilnahmerecht der 26 Gründungsclubs. Krefeld und Berlin sind dabei, obwohl sie in den DEL-Vorplayoffs ausschieden. "Das versteht kein Fan", räumt CHL-Geschäftsführer Martin Baumann ein. Der Schweizer will spätestens nach Ende der Vereinbarung 2017 einführen, dass allein das sportliche Abschneiden zählt. Zudem ist die starke osteuropäische KHL noch nicht beteiligt.

dpa

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