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Krupp verlängert Trainer-Vertrag bei den Eisbären

Eishockey Krupp verlängert Trainer-Vertrag bei den Eisbären

Schon vor Saisonbeginn setzen die Eisbären Berlin ein Zeichen. Die einstige Nummer eins im deutschen Vereins-Eishockey will mit Trainer Uwe Krupp bis 2018 zusammenarbeiten. Einen Grund, ausgiebig zu feiern, sieht der frühere NHL-Profi - noch - nicht.

Trainer Uwe Krupp verlängerte seinen Vertrag bei den Eisbären Berlin.

Quelle: Jörg Carstensen

Berlin. Nach nur drei Minuten war der neue Cheftrainer-Vertrag für das deutsche Eishockey-Idol Uwe Krupp bei den Eisbären Berlin besiegelt. Schon im Mai verlängerte der frühere Stanley-Cup-Sieger seinen ursprünglich 2017 auslaufenden Kontrakt um ein weiteres Jahr.

Erst jetzt nahm der Rekordmeister der Deutschen Eishockey Liga dazu Stellung. "Ich wurde gefragt, ob ich schon etwas anderes vorhabe oder bleiben will - ich habe nicht lange gezögert", schilderte Krupp.

Selbst unter dem früheren Bundestrainer reichte der Club aber bislang nicht an seine Ansprüche heran, das Aus im Playoff-Viertelfinale war bei der Einigung noch nicht lange her. "Wir halten das jetzt einfach für den richtigen Zeitpunkt", begründete der Sportliche Leiter Stefan Ustorf zwei Tage vor dem Beginn der neuen Spielzeit das Geheimnis um den neuen Kontrakt. "Es war ja doch ein enttäuschendes Saisonende."

Krupps Philosophie und sein Einsatz für die Mannschaft kommen bei den Eisbären trotzdem an. Der Kölner habe dem früheren Serienchampion wieder das Vertrauen in die Titelreife vermittelt, erklärte der Sportliche Leiter Stefan Ustorf. Der neue Vertrag sei "unbefristet", scherzte Geschäftsführer Peter John Lee gar zunächst, obwohl es nun erst einmal nur ein Jahr länger weitergehen soll als bei Krupps Verpflichtung im Dezember 2014. "Ich habe kein Restaurant gemietet oder eine große Party gemacht - ich werde mich erst 100-prozentig freuen, wenn wir deutscher Meister werden", sagte Krupp.

Am liebsten soll es für den früheren NHL-Profi mit seinem ersten DEL-Titel als Trainer schon im nächsten Frühjahr klappen. Auch in die 23. DEL-Saison geht der einstige Herrscher der deutschen Eishockey-Vereinsszene aus Sicht der Konkurrenz jedoch nicht als Top-Favorit. Als Meisterschaftskandidat gelten vor allem Titelverteidiger München - und Mannheim. Die Berliner Profis müssen sich am Freitag (19.30 Uhr) gegen die Straubing Tigers erstmals beweisen. Zwei Tage später sind sie in Düsseldorfer zu Gast.

Von Anfang an sollte Krupp, der als Coach der Kölner Haie zweimal die Final-Serie verloren hatte, beim siebenmaligen DEL-Meister eine neue Erfolgs-Ära einläuten. Doch den sportlichen Frust sind die Eisbären noch nicht los. Unter dem früheren Stanley-Cup-Sieger schienen sich die Berliner zwar in der vergangenen Saison wieder zum Meisterschaftsanwärter entwickelt zu haben. Doch im Ergebnis war der frühere Serienchampion im dritten Jahr nacheinander nur Mittelmaß.

Begeistert hatte Krupp einst als Bundestrainer, als er die deutsche Nationalmannschaft bei der Heim-Weltmeisterschaft vor sechs Jahren sensationell bis ins Halbfinale führte. Gerüchte im Sommer 2015, der frühere Nordamerika-Profi könnte zum Deutschen Eishockey-Bund zurückkehren, bewahrheiteten sich nicht. Marco Sturm wurde als Bundestrainer verpflichtet. Sein Vertrag verlängerte sich nach der Olympia-Quali automatisch bis 2018.

dpa

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