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Reindl nach WM-Vorrunde: Stellenwert von Eishockey steigt

Eishockey Reindl nach WM-Vorrunde: Stellenwert von Eishockey steigt

Das deutsche Eishockey-Nationalteam qualifiziert sich für das Viertelfinale und beendet seine Vorrundengruppe bei der WM in Russland unerwartet als Dritter. Verbandschef Franz Reindl ist optimistisch und spürt schon Auswirkungen der bisherigen Erfolge.

St. Petersburg. Nach dem 4:2 gegen Ungarn hat das deutsche Eishockey-Nationalteam die WM-Gruppenphase als Dritter abgeschlossen.

Das stimmt den Präsidenten des Deutschen Eishockey-Bundes, Franz Reindl, für das Viertelfinale optimistisch, auch wenn der Gegner noch nicht feststeht. Nach der Partie am Montagabend in St. Petersburg äußerte sich der 61-Jährige über die Leistung, die Arbeit von Bundestrainer Marco Sturm, die Wertschätzung des deutschen Eishockeys und das Verletzungspech.

Wie haben Sie die Leistung gegen Ungarn gesehen?

Franz Reindl:  Die Mannschaft hat ihr Spiel bestätigt, so hart wie es auch war - mental und physisch. Hut ab davor, in der Vorrunde mit 13 Punkten Dritter zu werden in einer wirklich starken Gruppe. Das ist ein herausragendes Ergebnis, mit dem man nicht rechnen konnte.

Was stimmt Sie optimistisch, dass es im Viertelfinale mit einer Überraschung klappen kann?

Reindl:  Mich stimmt optimistisch, dass man überhaupt dabei ist, dass man zwei Tage Pause hat und die Akkus wieder aufladen kann. Das hilft schon, dass man sich regeneriert. Die Mannschaft spielt auf einem so guten Niveau, dass sie sicher bereit sein wird für das Viertelfinale.

Welchen Anteil hat Bundestrainer Marco Sturm am Abschneiden?

Reindl:  Marco sorgt dafür, dass die Spieler da sind. Wenn es nicht so läuft, macht er Umstellungen. Er reagiert auf Kleinigkeiten. Hut ab, wie er arbeitet. Aber letztendlich Hut ab vor der Mannschaft, wie sie arbeitet. Es macht einfach Spaß zuzuschauen, bei einer Mannschaft, die 22 Tore schießt. Das macht stolz, das macht happy.

Merken Sie im Umgang mit anderen Funktionären, dass es eine gesteigerte Wertschätzung für das deutsche Eishockey gibt?

Reindl:  Total. Man merkt im ganzen Umfeld, in der ganzen Szene, dass man als Deutschland respektiert ist. Dass man nicht nur als Zerstörer bekannt ist, sondern auch kreativ nach vorn spielt. Man merkt schon, dass der Stellenwert dadurch größer wird. Was nicht unbedingt ein Vorteil ist. Man wird zu 100 Prozent ernst genommen.

Welche Bedeutung kann der bisherige Erfolg haben?

Reindl:  Du kannst sportliche Euphorie schaffen für die WM im eigenen Land im nächsten Jahr. Das ist wahnsinnig wichtig für uns. Jetzt hast du sportlich eine Chance. Jetzt bist du im Wettkampf, du bist dabei. Du kannst gewinnen. Das ist eine ganz andere Situation als 2010.

In Felix Schütz gibt es den nächsten möglichen Ausfall, wie sehr leiden Sie da mit?

Reindl:  Massiv. Ich bin da wirklich mental nah dran. Wenn ich auch sehe, wie das zustande kommt und wie die beiden eigenen Spieler zusammenfahren. Das tut selbst mir weh. Das schmerzt. Ich sehe ja aus der Entfernung, was er hat. Jetzt hoffen wir mal, dass es nicht ganz so schlimm ist, wie es ausgeschaut hat.

dpa

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