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Sturm über seine Rolle, den Kapitän und Nationalstolz

Eishockey Sturm über seine Rolle, den Kapitän und Nationalstolz

Am Freitag feiert das deutsche Eishockey-Idol Marco Sturm seinen Einstand als Bundestrainer. Der NHL-Rekordspieler gibt Einblicke in seine Arbeit als Auswahl-Coach.

Augsburg. Der deutsche NHL-Rekordspieler Marco Sturm wollte nach seinem Karriereende eigentlich gar kein Coach werden. Doch inzwischen ist er Bundestrainer, obwohl er keine Erfahrung an der Bande hat.

Vor seiner Premiere am Freitag beim Deutschland Cup in Augsburg dokumentiert die Deutsche Presse-Agentur Sturms Ansichten über....

... seine Erwartungen an den Deutschland Cup: 

"Gewinnen will ich sowieso. Mein Ziel ist eigentlich, dass die Jungs mir zeigen, dass sie wieder bereit sind, für Deutschland zu spielen. Dass wir eine Einheit werden. Wir haben leider nur den Deutschland Cup bis zur WM. In der WM-Vorbereitung sind die meisten Spieler wahrscheinlich wegen der DEL-Playoffs nicht dabei. Von daher sind für mich die Möglichkeiten nicht da, groß etwas auszuprobieren. Es sind teils junge Spieler dabei. Es wird interessant, wie sie sich im internationalen Bereich zeigen, ob sie mithalten können."

... seine Rolle im Team mit den Assistenten Christof Kreutzer und Serge Aubin: 

"Der Christof wird für die Verteidigung zuständig sein, der Serge mehr für die Stürmer. Aber das große Sagen habe ich. Ich bin der Bundestrainer, und das war auch mein Wunsch und mein Ziel."

... seinen Kapitän: 

"Noch nicht sicher. Ich wollte mich auch erst mit meinen Trainern unterhalten. Ich habe einige Kandidaten im Kopf. Es sind auch Kandidaten dabei, die jetzt leider verletzt sind, die vielleicht für die Zukunft interessant wären. Deswegen muss man abwarten. Ich werde kurzfristig entscheiden."

... die Rückmeldungen der Nordamerika-Profis: 

"Bis jetzt sehr positive. Ich habe noch nicht mit allen, aber mit fast allen telefoniert. Sie haben sich bereit erklärt, dass sie mir und der deutschen Nationalmannschaft helfen. Ich hoffe, dass es so bleibt."

... über die Bereitschaft, für Deutschland zu spielen: 

"Ich weiß auch von meiner Vergangenheit, dass man schon mal ein bisschen länger überlegt, ob man zu einer WM oder zu einem Turnier fährt. Das sind so Sachen, die müssen einfach besser werden. Die Jungs müssen wieder stolz sein, das deutsche Nationaltrikot zu tragen."

... über seinen Weg, die Spieler fürs Nationalteam zu gewinnen und die Rolle des Namen Marco Sturm:

"Nur der Name hilft nicht. Aber es hilft auf alle Fälle, wenn man miteinander redet. Das war schon immer ein Punkt, der schon immer ein bisschen beim DEB gefehlt hat. Wenn man viel redet, kann man einiges erreichen."

... über die Bedeutung der Heim-WM 2017: 

"Die Olympia-Quali hat einen ganz anderen Stellenwert. Aber ich weiß aus eigener Erfahrung, eine Heim-WM ist etwas ganz Besonderes. Ich habe einige WMs gespielt, aber die Heim-WM 2001 in Köln war für mich international eine der schönsten."

ZUR PERSON: Marco Sturm wurde im Juli überraschend zum Nachfolger von Eishockey-Bundestrainer Pat Cortina benannt. Der 37-Jährige ist in Doppelfunktion auch Generalmanager. Als Spieler hat er 1006 Spiele in der NHL absolviert - mehr als jeder andere Deutsche.

dpa

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