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WM-Vorbereitung: DEB-Team überrascht gegen Schweden

Eishockey WM-Vorbereitung: DEB-Team überrascht gegen Schweden

Lange hatte es nach der nächsten Testspiel-Niederlage für die deutsche Eishockey-Auswahl ausgesehen. Doch dann kam das Team von Bundestrainer Marco Sturm zurück. Der Kader wird sich für die kommende Woche verändern. Die Ausfall-Liste könnte wachsen.

Landshut. Knapp drei Wochen vor WM-Beginn hat das deutsche Eishockey-Nationalteam mit einem Sieg gegen Schweden überrascht. Nach der Niederlage am Samstag gewann das Team von Bundestrainer Marco Sturm das zweite Duell mit der Tre Kronor mit 3:2 (0:2,0:0,2:0,0:0,1:0) nach Penaltyschießen.

Der frühere NHL-Stürmer Marcel Goc bescherte den Deutschen am Sonntag mit seinem Treffer im Shootout den ersten Sieg im vierten Testspiel. Vor 3079 Zuschauern in Landshut hatten die Deutschen dank einer couragierten Leistung einen 0:2-Rückstand gegen den Favoriten aufgeholt.

"Man hat man gesehen, dass die Jungs nicht aufgeben. Den Sieg hat sich die Mannschaft absolut verdient", sagte Sturm. In der regulären Spielzeit waren der Hamburger Jerome Flaake (42.) und Adler-Stürmer Marcus Kink (55.) für die Gastgeber erfolgreich. Filip Sandberg (4./10. Minute) traf für die Skandinavier.

Am Vortag hatten die Deutschen gegen den neunmaligen Weltmeister in Rosenheim mit 1:3 den Kürzeren gezogen. Die Chancenverwertung war ein großes Manko im deutschen Team, das schon in Tschechien zweimal verloren hatte. Lange war die deutsche Auswahl auch im zweiten Duell an Schwächen im Abschluss gescheitert.

Obwohl die Deutschen gegen den Weltranglisten-Dritten gut mithielten, sprangen erst im Schlussabschnitt Treffer heraus. "Wir haben solide gespielt. Der 0:2-Rückstand ging in meinen Augen nicht in Ordnung, weil wir auch da schon die tonangebende Mannschaft waren", erklärte Marcel Goc. Im Duell Nummer zwei präsentierte sich erstmals auch NHL-Profi Tobias Rieder. Der 23-Jährige soll bei der WM eine Führungsrolle übernehmen, am Samstag war er noch geschont worden. In seiner Heimat sorgte der schnelle Stürmer mehrmals für Aufsehen.

Der deutsche NHL-Rekordspieler Sturm hatte seine Mannschaft neben Rieder auf weiteren Positionen umgebaut: Für DEG-Goalie Mathias Niederberger stand Ingolstadts Timo Pielmeier im Tor. Zudem kamen Eisbären-Verteidiger Constantin Braun und Torsten Ankert, Moritz Müller und Philip Gogulla aus Köln zum Einsatz.

Am Montag will Sturm ein Verteidiger und drei Stürmer aus seinem bisherigen Aufgebot streichen. Für die Länderspiele in Lettland am Freitag und Samstag sollen auch NHL-Profi Leon Draisaitl und DEL-Toptorjäger Patrick Reimer zum Kader stoßen. Unterdessen droht auch Verteidiger Justin Krueger vom SC Bern nicht zur Verfügung zu stehen. Die Ausfall-Liste könnte damit auf zwölf Spieler anwachsen.

Bis zum Ernstfall am 7. Mai gegen Frankreich stehen fünf weitere Testpartien an. Bei der Weltmeisterschaft in Moskau und St. Petersburg können die Deutschen ohne Abstiegsangst aufspielen. Als Gastgeber ist Deutschland für die WM 2017, die in Köln und Paris ausgetragen wird, gesetzt.

dpa

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