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Ecclestones Imperium bleibt - Wolff möglicher Nachfolger?

Motorsport Ecclestones Imperium bleibt - Wolff möglicher Nachfolger?

Was auch immer passiert mit der Formel 1 - Bernie Ecclestons Imperium bleibt einzigartig. Sein Führungsstil ist umstritten, diktatorisch. Sein Geschäftsmodell war und ist für die Formel 1 aber noch profitabel.

Bernie Ecclestone (l) und Toto Wolff.

Quelle: Srdjan Suki

Monza. Bernie Ecclestones Lebenswerk wird der Formel 1 auch nach einem Ende des bald 86-Jährigen an der Spitze in (bester) Erinnerung bleiben. Ob und wie lange der Brite bei dem angeblichen Verkauf Geschäftsführer der Formel 1 noch bleibt, ist offen.

Ob ein Toto Wolff tatsächlich einer seiner potenziellen Nachfolger sein könnte ebenso. Fest steht für den Mercedes-Motorsportchef aber: Ecclestone hat ein Imperium aufgebaut. "Und wir alle profitieren von diesem Imperium", sagte der 44 Jahre alte Österreicher nach dem Großen Preis von Italien in Monza: "Bernie hat es zu dem gemacht, was es ist."

Typisch Ecclestone, gab dieser zu erkennen, dass er Wolff durchaus die Rolle des Formel-1-Geschäftsführers zutraue. "Absolut. Er hat die Fähigkeiten und das Geschick, diese Aufgabe zu übernehmen", sagte Ecclestone der "Bild"-Zeitung.

Wolff ist ein ehemaliger Rennfahrer, seit Anfang 2013 Motorsportchef beim deutschen Autobauer. Der österreichische Multi-Millionär führte das Team an die Weltspitze zurück. In diesem Jahr dürfte Mercedes zum dritten Mal nacheinander den WM-Titel in der Fahrer- und Konstrukteurswertung holen.

In dieser Woche schon soll der Verkauf der Formel 1 konkrete Formen annehmen. Am Dienstag soll die erste Rate überwiesen werden. Insgesamt 8,5 Milliarden US-Dollar soll dem Amerikaner John Malone die Übernahme mit seinem Unternehmen Liberty Media wert sein.

"Wenn es einen Investor gibt, der Anteile kaufen will, ist das eine gute Nachricht für die Formel 1", betonte Wolff. Es gebe Dinge, die man von dem amerikanischen Weg lernen könne.

Ecclestone, dessen Versuche, mit der Formel 1 Amerika zu erobern lange Zeit nur sehr wenig erfolgreich waren, meinte: "Man bräuchte, glaube ich, zehn Rennen, um den amerikanischen Markt aufzumischen. Es müssten viele Hamburger verkauft werden, die Preise würden nach unten gehen, es wäre nicht mehr die Formel 1."

Der Chef des aktuellen Hauptanteilseigners CVC, Donald Mackenzie, rechnet laut britischen Medien allerdings gar nicht mit einem Vollzug des Geschäfts bereits in den kommenden Tagen. "Ich wäre überrascht, wenn es in dieser Woche irgendeine Bekanntgabe geben würde", zitierte die "Daily Mail" Mackenzie. CVC hatte vor gut zehn Jahren die Anteile übernommen und hält derzeit 35,1 Prozent.

Mackenzie trat dem Blatt zufolge auch Spekulationen über ein schnelles Aus von Ecclestone entgegen. "Soweit ich weiß, geht Bernie nirgendwo hin. Nichts hat sich geändert." Ecclestone führt die Formel 1 seit Ende der 70er Jahre; der Brite wird im kommenden Monat 86 Jahre alt. Ecclestone vermarktet die Formel 1 seit Ende der 1970er Jahre, als er die Werbe- und TV-Rechte kaufte. Er hat die Serie mit einem umstrittenen Führungsstil zu einem weltumspannenden Event gemacht. Zu seinem Imperium.

dpa

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