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Gut gelaunt im F1-Neuland: Vettels neue Siegesgewissheit

Motorsport Gut gelaunt im F1-Neuland: Vettels neue Siegesgewissheit

Sebastian Vettel ist zuversichtlich zur Formel-1-Premiere nach Baku gereist. Nach dem zweiten Platz in Montréal ist der Ferrari-Pilot wieder obenauf und gibt sich in Aserbaidschans Hauptstadt gut gelaunt. Nur in Sachen Menschenrechte ist er schweigsam.

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Sebastian Vettel präsentiert sich in Baku gut gelaunt.

Quelle: Valdrin Xhemaj

Baku. Zu Fuß verschaffte sich Sebastian Vettel mit seiner Ferrari-Crew einen ersten Eindruck von der neuen Formel-1-Strecke in Baku.

In dunklen Shorts, mit rotem Team-Hemd und Sonnenbrille begutachtete der viermalige Weltmeister bei Temperaturen von über 30 Grad die wichtigsten Punkte auf dem 6,003 Kilometer langen Hochgeschwindigkeits-Stadtkurs am Kaspischen Meer. "Sie ist spektakulär, aufregend und eine Herausforderung", urteilte der Heppenheimer am Donnerstag nach seinem Rundgang. "Einige Ecken könnten sehr schwierig werden, andere Streckenteile sehen wieder bekannter aus."

Die Vorfreude auf den Großen Preis von Europa am Sonntag (15.00 Uhr MESZ) war Vettel durchaus anzumerken. Seit seinem zweiten Platz am vergangenen Sonntag beim Großen Preis von Kanada scheint der Spaß am Job bei dem 28-Jährigen wieder zurückgekehrt zu sein. In der Pressekonferenz am Donnerstag vor der Premiere in der Hauptstadt Aserbaidschans wirkte er konzentriert und dennoch locker. Er lachte viel und scherzte mit dem neben ihm sitzenden McLaren-Kollegen Fernando Alonso.

Die gute Laune ist kein Wunder: Die 9000 Kilometer lange Reise von Montréal ans Kaspische Meer hatte Vettel mit der Gewissheit angetreten, nach etlichen Neuerungen endlich wieder mit den seit zwei Jahren übermächtig geltenden Mercedes-Silberpfeilen von Weltmeister Lewis Hamilton und dem WM-Führenden Nico Rosberg zu kämpfen. In Kanada hatte ein Strategiefehler seines Teams einen möglichen Erfolg verhindert.

"Für mich war Kanada unser bislang bestes Rennen. Aber wir sollten überall stark sein", betonte Vettel noch einmal. Es bleibe das Ziel, den Gegner unter Druck zu setzen. Noch sind er und Ferrari in diesem Jahr sieglos. Doch das soll sich schon bald ändern. "Am Ende entscheidet die Mentalität, ob man gewinnt oder verliert, und ich sehe bei uns ein Team voller Gewissheit für den Sieg."

Ob das auch reicht, um in den Titelkampf wieder einzugreifen? "Wir konzentrieren uns auf jedes einzelne Rennen", sagte Vettel. Auf den WM-Ersten Nico Rosberg (116 Punkte) hat er vor dem achten von 21 Saisonrennen als Dritter 38 Punkte Rückstand, Hamilton ist Zweiter mit neun Zählern weniger als Rosberg.

Vettel gab sich vorsichtig, ob es schon in Baku reicht, Mercedes hinter sich zu lassen. "Ich habe noch keinen Eindruck oder Empfinden. Keiner weiß, was uns erwartet", meinte der Heppenheimer, der im Simulator virtuell schon mehrere Runden auf der Strecke gefahren ist.

Nur beim Thema Menschenrechte wurde der sonst so schlagfertige Vettel etwas schweigsamer. Offene Kritik an der autoritär regierten Südkaukasusrepublik als neuem Austragungsort vermied er. "Nichts zu ergänzen", meinte Vettel, nachdem Alonso gesagt hatte, die Fahrer hätten bei der Auswahl Vertrauen in den Automobil-Weltverband FIA: "Wenn wir hier fahren, heißt das, dass alles gut ist für sie und für uns. Wir vertreten die Werte, für die unser Sport steht."

dpa

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