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Ricciardos großer Monaco-Frust: "Brauchte Abstand"

Motorsport Ricciardos großer Monaco-Frust: "Brauchte Abstand"

Daniel Ricciardo hatte nach dem Rennen in Monaco einiges zu verarbeiten. Fehler seines Formel-1-Teams Red Bull verhinderten den möglichen Sieg. Jetzt hofft der Australier in Montréal auf  Besserung. Er hat nämlich noch Großes vor in diesem Jahr

Montréal. Der Frust war Daniel Ricciardo auch fast zwei Wochen nach der Panne beim Boxen-Stopp in Monaco noch anzumerken. Der Australier, der zumeist mit einem Lächeln gut gelaunt durch das Fahrerlager läuft, saß bei der offiziellen Piloten-Pressekonferenz in Montréal mit ernster Miene.

Kein lockerer Spruch, kein Scherz. Der 26-Jährige machte keinen Hehl daraus, wie sehr die Geschehnisse beim Klassiker im Fürstentum an ihm nagten - und noch nagen. "Ich brauchte einige Tage Abstand zum Team", sagte der Red-Bull-Pilot.

Er war in Monte Carlo auf dem Weg zum Sieg, als er vom Team gegen seinen Willen zum Reifenwechsel an die Box gerufen wurde. Als er ankam, fehlten die Pneus. Weltmeister und Mercedes-Fahrer Lewis Hamilton nutzte die Situation und gewann vor dem Australier. Er habe mittlerweile mit Teamchef Christian Horner gesprochen, sagte er. "Christian hat sich entschuldigt." Wichtig sei, "dass so etwas nicht wieder vorkommt", meinte er tapfer.

Beim Großen Preis von Kanada am Sonntag (20.00 Uhr/MESZ) will er nun zurückschlagen. Ricciardo ist der Pechvogel der vergangenen beiden Grand Prix. Denn auch beim Rennen in Barcelona, als sich der WM-Führende Nico Rosberg und sein Teamkollege Hamilton gegenseitig von der Strecke katapultiert hatten, lag er auf Siegkurs. Doch Red Bull entschied im Rennen, mit der Strategie von Ricciardo auf Max Verstappen zu wechseln. Die Folge: Der 18-jährige Verstappen durfte sich als jüngster Grand-Prix-Gewinner in der Formel-1-Geschichte feiern lassen, Ricciardo wurde Vierter.

Unter normalen Umständen wäre Ricciardo vor dem siebten von 21 Rennen auf dem Circuit Gilles Villeneuve schon Zweiter hinter Rosberg (106 Punkte) im Klassement. So rangiert er mit 66 Punkten noch hinter Hamilton (82) an dritter Stelle, aber immerhin noch vor Kimi Räkkönen (61) und Vierfach-Weltmeister Sebastian Vettel (60) im Ferrari.

Dass er überhaupt derzeit Dritter ist, überrascht Ricciardo aber selbst. "Damit habe ich vor der Saison nicht gerechnet." Er profitiert letztlich davon, dass Red Bull in den vergangenen Wochen die größten Fortschritte gemacht hat und drauf und dran ist, Ferrari als zweite Kraft hinter Mercedes abzulösen.

Vor allem mehr Power im Renault-Motor haben dafür gesorgt. Schon in Monaco hatte das Mehr an PS Ricciardo auf die Pole gebracht. Auf der Strecke in Montréal könnte sich das Plus noch stärker auswirken. "Ich habe Vertrauen in das Team", betonte er. "Wir haben ein gutes Auto und müssen das hier maximieren." Denn er würde gern noch um den Titel in diesem Jahr mitkämpfen. Doch dafür darf ihn sein Team nicht noch einmal im Stich lassen.

dpa

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