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Rosbergs Imagekampagne: Soll "mein Jahr" werden

Motorsport Rosbergs Imagekampagne: Soll "mein Jahr" werden

Seit zwei Jahren hat Nico Rosberg im Mercedes-Titelkampf mit Lewis Hamilton das Nachsehen. Das nagt an einem Formel-1-Piloten. 2016 will er endlich aus dem teaminternen Schatten des Briten treten. Es gibt aber noch die Silberpfeil-Herausforderer.

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Mercedes-Pilot Nico Rosberg will Formel-1-Weltmeister werden.

Quelle: Alejandro Garcia

Barcelona. Die Imagekampagne von Nico Rosberg ist in vollem Gang. Unter dem Himmel Barcelonas forciert der zweimalige Vize-Weltmeister seinen Kampf gegen den drohenden Formel-1-Ruf als ewiger Zweiter.

"Ich habe gezeigt, dass ich kämpfen kann und ich habe gezeigt, dass ich zurückschlagen kann. Ich bin voll konzentriert und fest entschlossen, dass dies mein Jahr werden kann", betonte der Sohn von Weltmeister Keke Rosberg bei den Auftakttests in Spanien.

Aus der Endphase der vergangenen Saison zieht Rosberg Zuversicht. Die letzten drei Grand Prix gewann nicht Stallrivale Hamilton, sondern eben er. Zum Weltmeister krönte sich aber der Brite. Zum zweiten Mal nacheinander. Und jedes Mal hatte Rosberg das Nachsehen. Das soll nach seinem sehnlichen Wunsch nun ein Ende haben.

Schon seit 2006 fährt der gebürtige Wiesbadener in der Formel 1. In Singapur im September wird Rosberg seinen 200. Grand Prix feiern. 14 hat er bislang gewonnen, 22 Mal stand er auf der Pole. Dieser WM-Titel, der fehlt ihm natürlich. Und das nagt an einem Fahrer.

Rosberg hat wie auch die anderen Piloten in den vergangenen Wochen Kraft getankt. Er hatte nach eigener Aussage eine "großartige Winterpause". Er habe viel Zeit mit seiner Familie verbracht. "Die meiste Zeit war ich zuhause bei meiner kleinen Tochter. Das ist für mich der schönste Ort auf der Welt", erzählte er. Die Vorbereitung auf diese Saison begann er bereits am Tag nach dem Saisonfinale 2015 in Abu Dhabi. Er hat schließlich eine Mission.

Rosbergs Serie zum Saisonende hat Hamilton nach eigener Aussage "nicht besonders nervös" gemacht. Der Brite will "sicherstellen, dass ich die Messlatte weiter anhebe." Ein starkes Zeichen setzte bei den Tests auf dem Circuit de Catalunya Rosberg. Die 156 Runden von Hamilton konterte er mit 172 Runden an seinem ersten vollen Tag. Am Mittwoch praktizierte Rosberg mit seinem Teamkollegen Jobsharing und sammelte erneut beachtliche 74 Umläufe.

"Wir müssen momentan viele Kilometer machen, weil man nur dann herausfindet, wo die Schwachstellen des Autos sind", erläuterte Rosberg nach seinem Marathon-Auftritt. "Wir haben acht Testtage, da müssen wir das Auto ans Limit bringen." Eines sei allerdings auch klar. "Wir haben unsere Karten noch nicht auf den Tisch gelegt."

Die Konkurrenz sitzt Mercedes schließlich im Nacken. Nach einem erfolgreichen Aufbaujahr will vor allem Ferrari um den viermaligen Weltmeister Sebastian Vettel seine Chancen auf den Titel nutzen. "Wir müssen immer versuchen, einen Schritt voraus zu sein", erklärte Rosberg die Marschroute bei den Silberpfeilen. Respekt müsse man "vor einigen Teams haben, vielleicht hauptsächlich Ferrari".

Teamintern können sich Hamilton und Rosberg wieder auf freie Fahrt einstellen. Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff kündigte an, sein verkrachtes Duo auch in diesem Jahr nicht einbremsen zu wollen. "Das haben wir in den vergangenen beiden Jahren so praktiziert und das werden wir in diesem Jahr so fortsetzen", beteuerte Wolff. Nur dieses Mal will Rosberg den Ausgang des Titelkampfs ändern.

dpa

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