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Vettel testet als erster Fahrer das neue Schutzschild

Motorsport Vettel testet als erster Fahrer das neue Schutzschild

Die Formel 1 strebt nach noch mehr Sicherheit. Doch nach dem Test eines neuen Cockpit-Schutzes ist Sebastian Vettel nicht begeistert.

Sebastian Vettel testete an seinem Ferrari eine Cockpit-Schutzscheibe.

Quelle: David Davies

Silverstone. Sebastian Vettel hat als erster Formel-1-Pilot die neu entwickelte Cockpit-Schutzscheibe getestet - aber nur kurz.

"Mir wurde ein bisschen schwindelig. Es war als würde man schielend durch die Gegend fahren", sagte der viermalige Weltmeister nach dem Training zum Großen Preis von Großbritannien. Vettel führte das auf die Wölbung der PVC-Schutzscheibe zurück, die in das Chassis integriert ist.

Vettsls Ferrari war zu Beginn des ersten Freien Trainings am Freitagvormittag in Silverstone damit ausgerüstet worden. Die Verantwortlichen des Internationalen Automobilverbandes FIA hoffen, das sogenannte "Shield" einführen zu können.

Sie wurde entwickelt als Alternative zum sogenannte Halo-System. Dieses basierte auf einem ringförmigen Bügel, der sich über den Helm des Piloten spannte. Mittig war er an einer Strebe fixiert. Vor allem aus optischen Gründen hatte das Halo-System Kritik hervorgerufen. Hinzu kam, dass es für Piloten möglicherweise schwieriger sein würde, sich nach Unfällen schnell aus dem Wagen zu befreien.

Halo hatte eigentlich zu dieser Saison eingeführt werden sollen. Dieser Plan war gestoppt worden. Die Formel-1-Kommission lehnte das System im Sommer 2016 ab.

Mit einem Cockpitschutz soll die Gefahr für die Fahrer bei herumfliegenden Teilen beispielsweise nach Unfällen gebannt werden. In den vergangenen Jahren war es zu tragischen Zwischenfällen gekommen. 2009 war Felipe Massa in Ungarn durch eine Metallfeder schwer am Kopf verletzt worden. Er hatte die Saison vorzeitig beenden müssen und erst 2010 wieder Rennen fahren können. 2009 war in der Formel 2 der 18-jährige Henry Surtees durch einen herumfliegenden Reifen in Brands Hatch tödlich getroffen worden.

dpa

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