Startseite LVZ
Volltextsuche über das Angebot:

HC Leipzig
Google+ Instagram YouTube
Abschied liegt in der Luft - HCL-Coach Jensen heißer Kandidat für Amt des Bundestrainers

Abschied liegt in der Luft - HCL-Coach Jensen heißer Kandidat für Amt des Bundestrainers

Wenn die Handballerinnen vom HC Leipzig am Donnerstagabend ab 19.30 Uhr in der Arena gegen Buxtehude um den zweiten Tabellenplatz spielen, werden alle Augen auch auf Heine Jensen gerichtet sein.

Leipzig. Für den 34-jährigen Übungsleiter könnte die Partie vorerst eines der letzten Ligaspiele sein. Jensen ist nämlich heiß gehandelter Kandidat für das Amt des Bundestrainers der deutschen Handballdamen.

„Es sieht so aus, dass es auf Heine hinausläuft“, bestätigte HCL-Manager Kay-Sven Hähner. Jensens Vertrag beim amtierenden Deutschen Meister läuft allerdings noch bis 2012, sodass sich der Verein vorzeitig nach einem Nachfolger umsehen müsste. Hähner sieht es aber trotzdem auch als Ehre für den HCL, dass sein Übungsleiter ausgewählt wurde.

Eine generelle Doppelfunktion des Dänen als Vereins- und Bundestrainer kann sich Hähner wiederum nicht vorstellen. „Man soll zwar niemals nie sagen, aber da erscheint mir die Aufgabe doch zu komplex.“ Jensen ist seit 2008 Trainer beim HCL, holte zweimal hintereinander die Deutsche Meisterschaft nach Leipzig und führte die Mädels 2009 sogar ins EHF-Pokal-Finale.

In den nächsten Tagen will Horst Bredemeier, Vizepräsident des Deutschen Handballbundes (DHB), die Entscheidung bekanntgeben und dem Wunsch-Kandidaten einen Drei-Jahres-Vertrag anbieten. Seinen Einstand soll der neue Nationalcoach nach Möglichkeit schon beim Osterturnier im saarländischen Völklingen geben.

Sollte Jensen die deutsche Auswahl vom erkrankten bisherigen Trainer Rainer Osmann übernehmen, liegt keine leichte Aufgabe vor ihm. Bei der Europameisterschaft im vergangenen Jahr enttäuschte das Team mit Platz 13.

Auch die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2012 in London ist mehr als ungewiss. Die letzte Möglichkeit zur Qualifikation besteht im Dezember bei der Weltmeisterschaft in Brasilien. Um überhaupt an dem Turnier in Südamerika teilnehmen zu dürfen, müssten im Juni jedoch erst einmal beide Playoff-Spiele gegen Ungarn gewonnen werden.

W.W. / stb

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News