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„Arbeit der Vormonate nicht wegschmeißen“ – HC Leipzig vor Wochen der Wahrheit

Handball „Arbeit der Vormonate nicht wegschmeißen“ – HC Leipzig vor Wochen der Wahrheit

Die heiße Phase der Saison ist eingeläutet: Im Titelkampf will der HCL nach zwei sieglosen Partien auf die Siegerstraße zurückkehren, um dem THC nicht erneut das Feld zu überlassen. Im Europapokal wartet mit Metzingen ein starker Bundesliga-Kontrahent.

Trainer Norman Rentsch will mit dem HCL gegen Buxtehude "auf die Siegerstraße zurückkehren."

Quelle: Sebastian Brauner

Leipzig. Wunden lecken beim HC Leipzig: Nach der THC-Niederlage und dem Remis gegen die Füchse Berlin gab Trainer Norman Rentsch seiner Mannschaft vier Tage frei. Individuelles Training, nachdenken, Kraft sammeln. „Ich habe Energie getankt. Es war schön, mal abzuschalten und die Familie zu besuchen“, sagt Kreisläuferin Luisa Schulze und fordert: „Jetzt kommt eine krasse Woche, da müssen wir alles geben und dürfen nicht zurück, sondern müssen nach vorne schauen.“

Erste Station ist am Sonntag der Pokalsieger Buxtehuder SV. Nach einem holprigen Start in die Saison schlägt sich der Tabellensiebente inzwischen beachtlich: Vier Siege in Serie, unter anderem beim THC. Vergangenes Wochenende wurde der Höhenflug jedoch mit einer Niederlage in Metzingen beendet. „Wir machen uns da nichts vor, dass Metzingen auch ein Meisterschaftskandidat ist“, sagt Trainer Dirk Leun. Im Gegensatz zum HCL hat der BSV mit erheblichen Personalproblemen zu kämpfen, muss seit längerem auf die beiden Stammspielerinnen Jessica Oldenburg und Lena Zelmel verzichten. Zudem konnten Randy Bülau (Grippe) und Isabell Klein (Wadenprobleme) in dieser Woche noch nicht trainieren. „Aber wir wissen, dass wir zu Hause gegen Leipzig schon oft gewonnen haben und jedem Gegner ein Bein stellen können“, meint Leun.

Einzelgespräch und Mannschaftsrat tagt

Ein bisschen baut der BSV-Coach auch auf den psychologischen Effekt: „Uns ist bewusst, dass es eine wichtige Woche für den HCL ist. Sie dürfen sich in der Meisterschaft kaum noch einen Ausrutscher leisten.“ Nationalspielerin Schulze kennt Buxtehude als unangenehmen Gegner und schätzt Leun als Taktikfuchs sein. Er verrät immerhin so viel: „Wir können sicher nicht wie der THC fast eine ganze Partie mit einer siebenten Feldspielerin agieren.“

Rentsch weiß: „Zu unserem sportlichen Programm ist eine mentale Aufgabe dazu gekommen.“ Am Montag gab es mit einer Spielerin ein Einzelgespräch, auch der Mannschaftsrat will sich vor der Partie in Buxtehude noch einmal zusammensetzen. „Wir versuchen jetzt alles, um die Arbeit der Vormonate nicht wegzuschmeißen“, sagt Schulze. Dabei geht es laut Coach auch darum, dass jeder kritikfähig sein muss: „Natürlich fragen wir uns auch im Trainerteam, was wir falsch gemacht haben.“

Laut Rentsch besitzen die nächsten drei Spiele eine enorm hohe Brisanz. „Wir müssen cool im Kopf bleiben, den Spaß wieder finden und nicht so verkrampft sein.“ Ein Erfolgserlebnis im hohen Norden wäre auch wichtig, um für die zwei folgenden schweren Auswärtsspiele gegen TuS Metzingen gewappnet zu sein.

Der Reiseroute nach dem Buxtehudespiel am Sonntag verläuft über Hannover in die Sportschule Ruit, nahe Metzingen. Am Mittwoch folgt das Bundesliga-Spitzenspiel beim Tabellendritten. Nur zwei Tage später treffen die Teams in Tübingen im Viertelfinale des Europokals aufeinander.  

Anne Grimm

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