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Der HC Leipzig will gegen Celle in die Erfolgsspur zurückfinden - Rückkehr von Maura Visser

Der HC Leipzig will gegen Celle in die Erfolgsspur zurückfinden - Rückkehr von Maura Visser

Aus dem Strudel rauskommen, wie Manager Kay-Sven Hähner sagt, wollen die Handballerinnen des HC Leipzig. Drei Niederlagen in Folge haben am Selbstbewusstsein der Mannschaft um Trainer Stefan Madsen gekratzt.

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Maura Visser musste wegen eines komplizierten Nasenbeinbruchs drei Wochen pausieren. (Archivfoto)

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. Gerade jetzt, wo es in der Bundesliga auf die Zielgerade geht. Nur noch sechs Spieltage sind Zeit, um sich für die Playoffs zu qualifizieren. Derzeit liegen die Messestädterinnen auf Platz vier. Aber mit dem punktgleichen Bayer Leverkusen und dem FHC Frankfurt/Oder sitzen zwei Mannschaften im Nacken.

Damit der HCL wieder in die Erfolgsspur zurückfindet, ist oberste Priorität, die Köpfe der Spielerinnen wieder freizubekommen. Deshalb durften die Mädels bis Donnerstag keinen Handball in die Hand nehmen. Nicht nur das. Obendrein gab es bis dahin kein Mannschaftstraining. „Jede hat ihren Trainingsplan, den sie absolvierte. Einzig die Torhüter haben um eine gemeinsame Trainingseinheit gebeten“, erklärt HCL-Manager Kay-Sven Hähner.

Grundsätzlich an den Übungsinhalten ändern wolle der Verein jedoch nichts. Denn dass der mehrfache deutsche Meister und Pokalsieger derzeit in einer Krise steckt, sei unter anderem Kopfsache. „Wir haben ja nicht das Handballspielen verlernt“, sagt Hähner. Einen weiteren Grund sieht der Manager in den vielen Ausfällen, die sich bemerkbar machen. „Es ist ja nicht nur so, dass die Spielerinnen im Spiel fehlen“, sagt er. „Wenn so viele verletzt sind, sinkt automatisch das Trainingsniveau, wenn nur zehn Hanseln mittrainieren.“ Das sei eine Spirale nach unten, die nicht so leicht zu kompensieren sei und die sich nun bemerkbar gemacht habe. „Das ist ja kein alleiniges Phänomen des HC Leipzig. Das gleiche sieht man doch beispielsweise auch bei Bayern München.“

Den ersten Schritt aus dem Strudel können die Leipzigerinnen am Samstag (15 Uhr) machen, wenn sie auf die SVG Celle treffen. Zwar ist die Mannschaft von Trainer Martin Kahle Schlusslicht der Bundesliga. Dennoch dürfe der Aufsteiger nicht unterschätzt werden, warnt Hähner. Denn Celle kommt mit neu gestärktem Selbstbewusstsein in die Messestadt, hat es doch zuletzt gegen Bad Wildungen seinen ersten Punkt in der Saison geholt. Genau jene Mannschaft, die vor wenigen Wochen zwei Punkte aus Leipzig entführt hat. Durch das Unentschieden ist die SVG nur einen Zähler von Trier entfernt, das auf dem ersten Nichtabstiegsplatz steht.

„Der Punktgewinn war ein Signal an die Liga. Sie werden alles probieren, um den Klassenerhalt zu schaffen“, ist der HCL-Manager überzeugt. „Celle hat bereits vor zwei Jahren gezeigt, dass sie sich nicht hängen lassen.“ Damals spielte die SVG schon einmal Bundesliga, stieg allerdings am Ende der Saison ab. Trotz des Aufwindes des Gegners: Die Leipzigerinnen wollen sich auf sich konzentrieren.

Um wieder in der Bundesliga zu punkten, müssen „wir vor allem die Bälle vorne reinmachen“, sagt Hähner. Denn die Quote in den vergangenen Partien habe nichts mit dem Anspruch der Mannschaft zu tun gehabt. Einen kleinen Teil dazu beitragen kann aller Voraussicht nach wieder Maura Visser. Die niederländische Nationalspielerin hatte sich vor drei Wochen eine schwierige Nasenfraktur zugezogen. Für die Partie gegen Celle habe die Rückraumspielerin jedoch von den Ärzten grünes Licht bekommen, so Hähner.

Wie der HCL weiter bekannt gab, hat der Vorverkauf für das Rückspiel im Viertelfinale des Europapokals der Pokalsieger begonnen. Am 12. März, einem Montag, empfangen die Leipzigerinnen ab 19.30 Uhr das norwegische Spitzenteam Byasen Trondheim. Karten gibt es unter www.hc-leipzig.de.

Anne Kunze

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