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„Der Kopf spielt im Finale die größte Rolle“ – HC Leipzig ist hungrig auf den Titel

„Der Kopf spielt im Finale die größte Rolle“ – HC Leipzig ist hungrig auf den Titel

Leipzig. Der Saison-Höhepunkt steht vor der Tür: Am Sonntag steigt das erste von zwei Finalspielen um die Deutsche Meisterschaft zwischen dem HCL und dem Thüringer HC.

Die Messestädterinnen sind heiß, wollen unbedingt den Titel. Doch für den großen Triumph muss auch der Kopf mitspielen, sind sich die Leipzigerinnen einig.

 

Ein letztes Mal schwitzen, passen, Tore werfen. Vor dem Abschlusstraining am Freitag zeigte HCL-Coach Thomas Ørneborg seiner Mannschaft noch einmal die Bilder der schmerzlichen und vor allem deutlichen Niederlage im Pokalfinale gegen den Thüringer HC. Der Däne analysierte die Schwächen des HCL akribisch, zeigte aber auch, wo der Kontrahent zu knacken ist. „Im DHB-Pokalfinale waren wir  zu fokussiert. Der Kopf war einfach bei allen blockiert“, gab Leistungsträgerin Karolina Kudlacz am Freitag zu und ergänzte: „Diesmal werden wir mental fiter sein. Der THC ist Favorit, wir haben nichts zu verlieren. Der Kopf spielt in so einem Endspiel die größte Rolle.“

 

Volle Konzentration und gute Laune beim Abschlusstraining

 

Spielerisch ging der HCL beim Abschlusstraining am Freitag noch einmal aufs Ganze, zeigte Härte, wurde von Ørneborg auch für das „good Tempo“ gelobt. Auf dem Parkett simulierten die Leipzigerinnen die Thüringer Abwehrreihe um die zwei Leistungsträgerinnen Nadja Nadgornaja und Kerstin Wohlbold. Aber auch Scherze waren erlaubt. Wie von Natalie Augsburg, die Nora Reiche-Hupel während eines Angriffs fragte, „warum ihre Haare heute so komisch sitzen.“

 

Bei Nationalspielerin Augsburg überwiegt vor allem die Vorfreude, denn sie weiß, wie sich der Meisterschaftsgewinn anfühlt. Die 29-Jährige stand beim letzten Titelgewinn 2010 schon im Kader: „Wir haben das ganze Jahr auf dieses Finale hingearbeitet. Wir werden alles dafür tun, damit bald die ganze Mannschaft diese wahnsinnigen Emotionen kennt.“ Entscheidend sei es, die starken Konter des THC zu unterbinden. Ihr Team sieht sie im Vorteil, wenn es zu den 6:6-Situationen in Abwehr und Angriff kommt.

 

Ehrengäste und maximal 5000 Zuschauerplätze

 

Auch hinter den Kulissen laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Laut HCL-Manager Kay-Sven Hähner sind schon 4000 Karten verkauft. Maximal 5000 Zuschauer finden am Sonntag in der Arena einen Platz, die Erweiterung auf 6000 Sitze ist wegen „Brandschutzbestimmungen nicht realisierbar“, erklärte Hähner. Auch Prominenz hat sich angekündigt, neben Leipzigs OBM Burkhard Jung wird sich Frauen-Bundestrainer Heine Jensen den ersten Finalkampf nicht entgehen lassen. Mit von der Partie sind auch die Nachbarn von RB Leipzig, Trainer Alexander Zorniger und Geschäftsführer Ulrich Wolter.

 

Doch bevor es am Sonntag ab 14.30 Uhr zum großen Showdown kommt, hat Ørneborg seinen Spielerinnen am Samstag einen freien Tag verordnet. Dann heißt es ausruhen und Kräfte schonen. Kapitän Katja Schülke kann aber auch an diesem Tag nicht vom Sport loslassen, will sich unbedingt das Bundesliga-Spitzenspiel zwischen Borussia Dortmund und Bayern München anschauen. „Und am Sonntag wollen wir den vielen Zuschauern zeigen, dass wir verdient in diesem Finale stehen“, sagt die Torhüterin kampfeslustig.

 

Ørneborg erwartet Nadgornaja über 60 Minuten auf dem Parkett

 

Darauf freut sich auch Thomas Ørneborg, der nach nur sieben Wochen als HCL-Trainer bereits seinen ersten Titel feiern könnte. Doch der Däne betont: „Man sollte daran denken, dass mein Vorgänger Stefan Madsen den Grundstein dafür gelegt hat.“ Schmunzeln muss der 37-Jährige allerdings bei der Frage, ob er denn schon weiß, ob Thüringens Toptorschützin Nadgornaja bis zum ersten Finalspiel fit wird. „Ach kommt, wir spielen um die Deutsche Meisterschaft. Bei beiden Partien werden alle Spielerinnen beider Teams dabei sein. Und Nadgornaja wird in der Arena am Sonntag mit voller Power auflaufen, da können wir uns alle sicher sein.“

Lesen Sie hier ein Interview mit HCL-Spielerin Nora Reiche-Hupel zum anstehenden Meisterschaftsfinale.

Anne Grimm

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