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HC Leipzig
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Ein Däne in Sachsen: Madsen freut sich auf Leipzig

Ein Däne in Sachsen: Madsen freut sich auf Leipzig

Erst Mannschaftskameraden, dann Freunde, jetzt Wahl-Leipziger: Stefan Madsen und Noch-Chefcoach Heine Jensen verbindet mehr als nur der Trainerposten beim Handball-Bundesligisten HC Leipzig.

Leipzig. Beide haben zusammen zwei Jahre in Aalborg in der zweithöchsten Spielklasse Handball gespielt - Madsen auf Links- und Jensen auf Rechtsaußen. „Aber ich war schneller“, sagt Madsen, der ab Sommer die Nachfolge Jensens als Chefcoach beim deutschen Handballmeister antritt, lachend.

Die beiden Dänen vertreten auch die gleiche Spielphilosophie: aus einer guten Defensive heraus temporeichen Handball zu spielen - was in der kommenden Saison wieder der Grundstein für die Leipziger Erfolge sein soll, so der neue HCL-Chefcoach. Für Madsen ist Handball ein individueller Teamsport. „Es muss immer Platz für Individualisten geben. Aber du musst gleichzeitig auch verstehen, als Mannschaft zu agieren“, erklärt der Mathematik- und Sportlehrer, der Anfang Juli nach Leipzig ziehen wird. Seine Frau Lene Jakobsen kommt mit den beiden Söhnen Oliver (6) und Bertram (1) ein halbes Jahr später nach. „Es ist uns sehr wichtig, dass Bertram eine Möglichkeit hat, mit Freunden die Schule zu beginnen und wir hier bereits ein Fundament haben“, sagt Madsen, der nicht nur der Freundschaft wegen in den kommenden Wochen vermehrt mit dem neuen deutschen Frauen- Bundestrainer Jensen telefonieren will.

Der 34-Jährige hat erst ein Spiel des HCL gesehen, deshalb wolle er durch die Gespräche mehr über sein neues Team erfahren: „Ich habe viel Respekt, was Heine in Leipzig erreicht hat. Aber ich bin mir sicher, mit Co-Trainer Jochen Holz zusammen die Arbeit gut weiter zu führen.“

Der Familienvater freut sich nicht nur ausschließlich ob der neuen Herausforderung auf die Messestadt: „Es gibt so viele schöne Gebäude. Die Kombination aus Alt und Neu ist das, was für mich Leipzig so interessant und speziell macht.“ Auch seien die Menschen offen und hilfsbereit. „Und sie sprechen viel“, sagt er mit einem Augenzwinkern. Sprachliche Barrieren wird es für den im Süden Dänemarks aufgewachsenen Coach indes nicht geben. „Ich hab ein bisschen Deutsch in der Schule gelernt. Außerdem haben wir zu Hause deutsche TV-Kanäle empfangen“, sagt der sportbegeisterte Neu- Leipziger. Auf dänisch muss er aber sicher nicht verzichten, denn sein Freund Heine Jensen bleibt in Leipzig wohnen.

Denn wenn Madsen nicht gerade in der Halle steht, spielt er viel Tennis und geht laufen. Eine weitere große Leidenschaft von ihm ist die Musik. „Ich kann nicht leben ohne Musik.“ Deshalb hat der Rockliebhaber auch mit 17 Jahren angefangen Gitarre zu spielen.

Zuletzt war Madsen 2009/2010 beim Männer-Erstligisten Aalborg AB als Co-Trainer tätig, mit dem er auch die Meisterschaft und die Teilnahme am Europacup feierte. Im Frauenbereich schaffte der 34-Jährige mit Aalborg DH (2005/2006) gar den Einzug ins Champions League Halbfinale.

Anne Kunze

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