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HC Leipzig
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Endspurt im Titelkampf: Fragezeichen bei Kudlacz-Gloc – Diehl verlässt HCL

Heimspiel gegen Dortmund Endspurt im Titelkampf: Fragezeichen bei Kudlacz-Gloc – Diehl verlässt HCL

Am Samstag startet für den HCL mit dem Heimspiel gegen Dortmund die heiße Phase im Meisterschaftsrennen. Der Einsatz von Kapitänin Karolina Kudlacz-Gloc ist nach ihrem Kieferbruch ungewiss. Kaya Diehl und der HCL gehen bald getrennte Wege.

Kaya Diehl trug zwei Jahre das Trikot des HCL. Im Sommer wechselt sie in die 2. Bundesliga.

Quelle: Sebastian Brauner

Leipzig. Wer streckt am 14. Mai 2016 den Meisterpokal in die Höhe? Die Konstellation in der Handball-Bundesliga der Frauen ist so spannend wie seit Jahren nicht. Im Vierkampf um den Titel spielt auch der HC Leipzig eine entscheidende Rolle. „Wir haben noch alles in der eigenen Hand“, sagt Nationalspielerin Saskia Lang mit Blick auf die Tabelle, in der die Blau-Gelben den zweiten Rang belegen.  

Trainer Norman Rentsch hat seine eigene Dramaturgie für die letzten acht Partien entwickelt. Die drei schwersten Gegner aus Dortmund, Bietigheim und Thüringen stellen für ihn in dieser Reihenfolge die Ko-Spiele mit „Viertelfinale, Halbfinale und Finale“ dar. Die anderen fünf Kontrahenten stehen in der unteren Tabellenhälfte und sind Pflichtaufgaben, wenn Leipzig im Rennen um den Titel dabei bleiben will.  

Am Ostersamstag um 15 Uhr nimmt der Saison-Endspurt in der Arena gegen Dortmund Fahrt auf. „Endlich wieder ein Heimspiel“, freut sich Rückraumspielerin Lang. Die letzte Partie vor den eigenen Fans absolvierte der HCL Ende Januar. Ein dickes Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Kapitänin Karolina Kudlacz-Gloc. Die 31-Jährige reiste trotz ihres Kieferbruchs mit der polnischen Nationalmannschaft zur Olympiaqualifikation, musste aber nach zwei Niederlagen gegen Russland und Schweden den Traum von Rio begraben. Aufgrund ihrer Verletzung erhielt Kudlacz-Gloc wenig Einsatzzeit und konnte kaum trainieren. „Wir müssen abwarten, ob es für Samstag reicht“, sagt Rentsch.

Müller fehlt an alter Wirkungsstätte

Sorgen bereitet ihm der Ausfall aber nicht. In der letzten Partie vor der Nationalmannschaftspause zeigte der HCL in Oldenburg beim 36:29-Erfolg auch ohne seine Kapitänin eine überzeugende Leistung. Der BVB ist ein ähnliches Kaliber wie der VfL, steht nur einen Rang hinter Oldenburg auf dem sechsten Platz. „Dortmund ist vom Kader kein normaler Aufsteiger“, macht Manager Kay-Sven Hähner deutlich und verweist auf Akteure wie Nadja Nadgornaja (ehemals THC) und Nationaltorhüterin Clara Woltering. Die langjährige HCL-Spielerin Anne Müller wird wegen einer Innenbandverletzung am Knie in den Reihen der Schwarz-Gelben fehlen,  aber als Zuschauerin mit an ihre alte Wirkungsstätte reisen. Genauso wie Trainerin Ildiko Barna, die sich laut Ruhrnachrichten beim Vorzeigen einer Übung das Kreuzband gerissen hat.

Das Hinspiel entschied der HCL mit 25:23 für sich. Und auch am Samstag erwartet Rentsch „einen Sieg.“ Lang ist nach einer Woche Urlaub und einer kleinen Auszeit an der Ostsee hoch motiviert für die kommenden Aufgaben. „Niederlagen haben wir bisher kassiert, weil wir zu blöd waren und nicht der Gegner zu stark. Es ist noch alles offen.“

Für die neue Saison ist nun klar: Der Vertrag von Rechtsaußen Kaya Diehl wird nicht verlängert. Die 23-Jährige läuft dann in der 2. Bundesliga für die SG Herrenberg auf. „Im Vergleich mit Alex Mazzucco ist ihre Leistungskurve nicht so steil nach oben gegangen. Zudem hatte sie auch Verletzungspech“, begründet Rentsch die Trennung. Das letzte Personalgespräch soll in dieser Woche mit Helena Hertlein geführt werden. Die Entscheidung über die Zukunft der Linkaußen sei laut Hähner noch offen. Doch die Zeichen stehen wohl auf Abschied.

Anne Grimm

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