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„Es werden zwei ganz emotionale Spiele“ – HCL-Coach Jensen will zum Abschied den Pokal

„Es werden zwei ganz emotionale Spiele“ – HCL-Coach Jensen will zum Abschied den Pokal

Am Donnerstag haben sich die Handballmädels vom HC Leipzig auf den Weg zum Final Four des DHB-Pokals in Göppingen gemacht. Beim Halbfinale am Samstag (14 Uhr) treffen die Leipzigerinnen gleich auf den frisch gekrönten Deutschen Meister vom Thüringer HC.

Leipzig/Göppingen. Der Erfurter Trainer scheint in Leipzig keine besonders schwere Aufgabe zu sehen. „Wenn wir 90 Prozent unseres Vermögens abrufen können, schaffen wir den Finaleinzug“, verkündete Herbert Müller im Vorfeld. Auch HCL-Manager Kay-Sven Hähner sieht die Thüringer in einer Favoritenrolle. „Die sind nicht umsonst gerade Meister geworden“, erklärte er gegenüber LVZ-Online, gab sich aber sogleich kämpferisch: „Wir fahren bestimmt nicht nach Göppingen, um zu verlieren!“ Jedes Spiel müsse schließlich erst einmal gespielt werden.

HCL-Cheftrainer Heine Jensen, der den Verein zum 1. Juni verlässt, um sich ganz auf seine neue Aufgabe als Bundestrainer der deutschen Handballfrauen zu konzentrieren, würde zum Abschied natürlich gern den Pokal mit nach Hause bringen. Dass bereits die erste Etappe sehr schwierig wird, ist ihm durchaus bewusst. „Es wird mit Sicherheit ein hartes Stück Arbeit“, sagte der Däne vor dem brisanten mitteldeutschen Derby.

Abhängig vom Ausgang des Halbfinales spielen die Leipzigerinnen am Sonntag um den dritten Platz (13 Uhr) oder stehen im Finale (15 Uhr). „Es werden zwei ganz emotionale Spiele“, versprach Jensen angesichts seines nahenden Abschieds. Deshalb wolle er zusammen mit dem Team versuchen, beide Partien erfolgreich zu gestalten.

Bei den Final Four kann der Däne erstmals in dieser Saison auf einen 15-köpfigen Kader zurückgreifen, selbst Renate Urne hat nach ihrer Babypause den Weg nach Göppingen angetreten. Lediglich die langzeitverletzte Mette Ommundsen fehlt zur vollständigen Komplettierung, sie wird die Mannschaft aber von außen unterstützen.

Bevor es am Sonnabend richtig ernst wird, stand für die HCL-Mädels am Freitagmittag eine Trainingseinheit in der EWS-Arena auf dem Plan. Nach einem kleinen Fußballturnier ging es nochmal eine Stunde lang zur Sache. „Ich bin richtig zufrieden mit dieser letzten Einheit in der Halle“, ließ Jensen anschließend verlauten. Die Mannschaft habe sich die ganze Woche sehr konzentriert und intensiv auf den THC vorbereitet. „Alle haben super mitgezogen und auch eigene Ideen eingebracht“, so der Übungsleiter. Deshalb sei er zuversichtlich, dass sich die Mannschaft am Samstag gut präsentieren wird.

 

Am Feitagabend wurde die Mannschaft im Göppinger Rathaus empfangen, um sich ins Goldene Buch der Stadt einzutragen. Danach gab es ein gemeinsames Bankett mit den anderen Final-Four-Teams.

Neben Cheftrainer Jensen sind auch fünf Spielerinnen vorerst zum letzten Mal mit dem HCL auf Reisen. Rückraumspielerin Maike Daniels geht in der nächsten Saison für Frisch Auf Göppingen auf Torjagd. Auch Linksaußen Maria Kiedrowski wird in Zukunft wahrscheinlich für die Baden-Württemberger auflaufen, teilte Vereinsmanager Hähner am Donnerstag mit. Sara Eriksson, Mette Ommundsen und Renate Urne hingegen werden zum Saisonabschluss ihre Karrieren im aktiven Profi-Handball beenden.

Stefan Banitz / nöß / dpa

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