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HC Leipzig baut sich für den THC wieder auf - „Haben schön in die Fresse bekommen“

Final Four HC Leipzig baut sich für den THC wieder auf - „Haben schön in die Fresse bekommen“

Die vier Finalteilnehmer für das Final Four am kommenden Wochenende haben gerade erst gegeneinander gespielt. Vor allem der HC Leipzig und Blomberg-Lippe brennen auf Revanche.

So feierte der HC Leipzig vor zwei Jahren den Pokalsieg.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Es fühlt sich wie ein Déjà-vu an oder eine Szene aus dem Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“, wenn am Freitag die Halbfinalisten bei dem Pokal-Final-Four in der Leipziger Arena antreten. Der HC Leipzig und der Thüringer HC (Anwurf 18 Uhr) und der BVB Dortmund gegen die HSG Blomberg-Lippe (Anwurf 20 Uhr) stehen sich dann gegenüber. Diese Teams duellierten sich gerade erst am letzten Spieltag in der Handball-Bundesliga am vergangenen Wochenende.

Vor allem die deutliche 20:31-Pleite des HCL beim THC liegt der Mannschaft von Trainer Norman Rentsch noch schwer im Magen. „Da haben wir schön in die Fresse bekommen“, wählt Torhüterin Katja Kramarczyk deftige Worte. Jetzt heißt es für die Leipzigerinnen wieder aufstehen und einen neuen Angriff zu starten. „Wir brauchen wieder mehr Angriffsdynamik und müssen uns auf unsere Stärken besinnen“, so die Nationalspielerin. Rentsch hat gerade drei Tage Zeit, um seine Spielerinnen aufzubauen. „Die Rolle als Außenseiter tut uns gut“, so der Coach.

Auf einen THC mit angezogener Handbremse dürfen die Leipzigerinnen nach dem Feiermarathon des Deutschen Meisters aber nicht hoffen. Coach Herbert Müller bittet seine Spielerinnen am Dienstag wieder zum Training. Da stehe eine „Spaßeinheit“ an. „Ich habe die Spielerinnen noch nicht eingesammelt und bin gespannt , wer die Feiern alles überlebt hat“, so der 53-Jährige. Am Mittwoch und Donnerstag will Müller dann sein Team aber ganz ernsthaft auf die letzte Saisonaufgabe einstellen.

Einen Favoriten für das Turnier will keiner der vier Trainer ausmachen. „Der Pokal lebt von den Duellen Klein gegen Groß“, so Müller. Blombergs Trainer André Fuhr betreut die in der Bundesliga am schlechtesten von den vier Kontrahenten platzierten Mannschaften. „Wir sind das Team, das sich alle als Gegner gewünscht haben“, glaubt er. Dortmund lässt sich davon aber nicht in Sicherheit wiegen. „Es ist eine komische Situation, schon wieder gegen diesen Gegner zu spielen“, so BVB-Trainerin Ildiko Barna, die am vergangenen Sonnabend mit 27:21 bei der HSG gewann.

HCL-Manager Kay-Sven Hähner, der für die Handball Bundesliga der Frauen (HBF) das Turnier organisiert, hofft an beiden Tagen auf eine volle Halle. Im Vorfeld gingen jeweils 3000 Karten für die Halbfinals am Freitag und das Endspiel am Samstag weg. Die Halle fasst 4800 Besucher.

Stadt hilft mit Geld und Werbung

Die Stadt engagiert sich kräftig für das Turnier. An vier Terminen im Jahr darf sie die Arena mietfrei vergeben. Dieses Recht steht sie am Wochenende den Handballfrauen zu. „Außerdem geben wir einen Zuschuss von 25.000 Euro“, sagte Sportbürgermeister Heiko Rosenthal (Linke). Das Paket abgerundet wird durch Werbeflächen an 120 Stellen in Leipzig, eine Leistung im fünfstelligen Euro-Bereich.

Katja Kramarczyk will unbedingt den Pokal in die Höhe stemmen. „Wir haben eine tolle Saison gespielt und müssen jetzt an unserem System festhalten“, so die Torhüterin. Beim Triumph vor zwei Jahren war sie zwar in der Halle, stand wegen ihrer Babypause aber nicht auf dem Parkett. Der Gegner damals im Endspiel hieß Blomberg-Lippe. Ein weiteres Déjà-vu ist für den HCL also möglich. Anpfiff für das Endspiel ist 15.45 Uhr.

Von Matthias Roth

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