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HC Leipzig erwartet volles Haus beim Spitzenspiel gegen den THC

Handball-Bundesliga HC Leipzig erwartet volles Haus beim Spitzenspiel gegen den THC

Die Vorfreude ist riesig: Am Sonnabend empfängt der HC Leipzig den Thüringer HC und kann mit einem Sieg den Vorsprung in der Tabelle ausbauen. Der scheidende THC-Präsident Karsten Dörijng hat zuvor noch einen letzten Giftpfeil abgeschickt.

Hofft auf einen Erfolg gegen ihren alten Verein: Franziska Mietzner.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Es ist das Gipfeltreffen bei den Frauen in der Handball-Bundesliga und bekommt nach dem vergangenen Wochenende zusätzliche Brisanz: Am nächsten Sonnabend erwartet der HC Leipzig mit dem Thüringer HC den Dauerrivalen um die Deutsche Meisterschaft zum Heimspiel in der Arena (Anwurf 15 Uhr). Mit einem Sieg könnten die Gastgeberinnen ihren Vorsprung als Spitzenreiter in der Tabelle auf vier Punkte ausbauen. Von Anspannung und Nervosität ist am Montag bei Trainer Norman Rentsch und Manager Kay-Sven Hähner nichts zu spüren. „Das ist ein Spiel wie jedes andere“, versichern beide. Auf den Gegner werde nicht geschaut, nur auf die eigene Mannschaft.

Dabei kommt aus Bad Langensalza eine Steilvorlage wie bestellt. Am Sonntag verlor der THC sein Heimspiel gegen Buxtehude mit 22:25. Der HCL war zu diesem Zeitpunkt in Göppingen zu Gast. „Wir haben den THC im Ticker verfolgt“, sagte Hähner. Den eigenen Spielerinnen hat er nichts von der Pleite verraten. Der Manager wollte so Druck von den Schultern der Mannschaft nehmen, mit Erfolg, wie der 29:20-Sieg zeigt.

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THC-Coach Herbert Müller jedenfalls schwant bei einer weiteren Pleite nichts Gutes. „Dann können wir Leipzig fast schon zur Meisterschaft gratulieren“, sagte er am Sonnabend. Hähner und Rentsch halten das für Quatsch. Vier Punkte Vorsprung wären angenehm, mehr aber auch nicht. „Wir müssen gegen Buxtehude, Metzingen und Oldenburg noch zu drei schweren Auswärtsspielen nacheinander antreten“, so der Coach.

Für Aufregung sorgte in der Vorbereitung zunächst noch ein Lehrgang der Nationalmannschaft in dieser Woche. Trainer Jakob Vestergaard lud dafür sechs Spielerinnen des HCL und zwei des THC ein. Vorgesehen waren acht Einheiten bis Donnerstag. „Da hätten wir unsere Mädels am Freitag ins Sauerstoffzelt schicken können“, so Hähner. Auf Drängen des HCL hatte der Verband ein Einsehen und verkürzte das Trainingslager um einen Tag für alle Teilnehmerinnen.

Und auch das gehört zum Derby der beiden Rivalen: Zum Ende seiner Amtszeit als THC-Präsident teilte Karsten Döring noch einmal gegen den HCL aus. Auf die Frage nach seinem stärksten Widerpart in den vergangenen 18 Jahren antwortete er im Interview mit der Thüringer Allgemeinen: „Sicherlich der HC Leipzig in seiner grenzlosen Arroganz.“ Jetzt wird der Verein von der Erfurter Rechtsanwältin Catrin Finger geführt. „Vielleicht ist sie etwas entspannter als ihr Vorgänger“, hofft Hähner.

Personell muss der HCL nur um Torhüterin Katja Kramarczyk bangen. Die Torhüterin meldete sich mit einer Erkältung ab, wird jetzt sogar auf Scharlach getestet. Rentsch bleibt gelassen, auch weil Vertreterin Nele Kurzke zuletzt im Training einen starken Eindruck hinterließ.

Die Leipzigerinnen können am Sonnabend ihren Zuschauerschnitt weiter aufpolieren. Mit 2314 Fans pro Partie liegen sie an der Spitze des Ligarankings. Manager Hähner erwartet gegen den THC mindestens 3000 Besucher, hält aber auch eine Zahl von bis zu 4000 Fans nicht für ausgeschlossen. Im Vorverkauf gingen schon mehr als 2500 Karten über den Tresen.

Bekannt wurde zudem am Montag, dass der ehemalige HCL-Star Grit Jurack seinen Job als Teammanagerin bei der Nationalmannschaft hinwirft. "Ich hätte diese Aufgabe gerade mit Blick auf das Potenzial des Teams sehr gern weiter übernommen, aber ich muss meine Prioritäten anders setzen. Meine Familie mit zwei kleinen Jungs steht an erster Stelle", meinte die 38-Jährige, die dem DHB jedoch als Botschafterin für die WM 2017 erhalten bleibt.

Matthias Roth

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