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HC Leipzig holt Remis gegen Blomberg-Lippe - Madsen kritisiert "arrogante Attitüden"

HC Leipzig holt Remis gegen Blomberg-Lippe - Madsen kritisiert "arrogante Attitüden"

Leipzig. Der HC Leipzig hat am Dienstag in der Handball-Bundesliga der Frauen seinen dritten Sieg in Serie verpasst. Der mehrfache deutsche Meister und Pokalsieger musste sich gegen die HSG Blomberg-Lippe mit einem 29:29 (16:11) zufrieden geben.

Denn Leipzig blieb spielerisch hinter seinen Leistungen zurück und gab eine Führung von fünf Toren (22:17/42.) aus der Hand.

Vor 1639 Zuschauern in der Arena Leipzig zeigten sich für den HCL Karolina Kudlacz und Maura Visser mit jeweils 6 Toren am treffsichersten. Auf Seiten der Gäste war es Angela Malestein (7).

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Leipzig. Der HC Leipzig hat am Dienstag in der Handball-Bundesliga der Frauen die Tabellenspitze verteidigt. Der mehrfache deutsche Meister und Pokalsieger musste sich dabei jedoch gegen die HSG Blomberg-Lippe mit einem 29:29 (16:11) zufrieden geben. Denn Leipzig blieb spielerisch hinter seinen Leistungen zurück und gab eine Führung von fünf Toren (22:17/42.) aus der Hand.

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HCL-Coach Stefan Madsen zeigte sich enttäuscht nach dem Punktverlust, zumal sein Team Anfang der zweiten Halbzeit die Partie bereits hätte entscheiden können. Doch seine Spielerinnen hätten anschließend nicht zu ihren Leistungen gefunden. „Wir waren unglaublich unsicher, haben zu viele Fehler gemacht und dadurch nicht mit genügend Tempo gespielt“, erklärt er. Obendrein hätte die Mannschaft falsche Entscheidungen getroffen. Am meisten enttäuscht war der Däne jedoch von der Einstellung: „Wie ich finde, haben wir kleine arrogante Attitüden an den Tag gelegt. Das brauchen wir nicht. Wir haben zwei Spiele gewonnen. Aber wir haben noch nichts erreicht.“

Hingegen war Gästetrainer Andre Fuhr mehr als zufrieden mit der Leistung seines Teams. „Wir haben durch unsere 5:1-Abwehr in der zweiten Halbzeit Sand ins Getriebe gestreut. Da hat Leipzig Probleme gehabt, sich dagegen zu stemmen und durchzusetzen“, erklärte Fuhr. „Am Ende kamen nur noch Einzelaktionen von Karolina Kudlacz. Das war ein Knackpunkt – aber auch, weil wir vorne aus dem Rückraum gefährlich waren.“

Über weite Strecken der ersten Halbzeit war es eine zerfahrene Partie, in der beide Teams Nerven zeigten. Denn sowohl Gastgeber Leipzig als auch Blomberg leisteten sich vermehrt technische Fehler und Fehlwürfe. Vor allem in der Defensive kamen die Leipziger mit den Schlag- und Rückraumwürfen nicht zurecht. Immer wieder kamen die Blombergerinnen Xenia Smits und Karen Knutsdottir zum Zug. Dementsprechend hielt die HSG die Partie bis zum 10:12 (26.) offen.

Erst in der Folge schaffe es Leipzig sich auf das Spiel der Gäste besser einzustellen und auch die eigenen erspielten Torchancen zu verwerten. Dadurch setzte sich Leipzig unmittelbar vor der Halbzeit auf 15:10 (29.) ab.

Allerdings fiel der HCL in alte Muster zurück, so dass die Messestädterinnen es nicht schafften, ihre Führung weiter auszubauen. Gerade in der Defensive verpasste es Leipzig frühzeitig auf den Gegner rauszutreten. Dadurch schloss Blomberg erneut auf 16:19 (38.) auf. „Unsere Fehlerquote war einfach immens hoch. In der ersten Halbzeit haben wir das noch lösen können, weil wir vorne de Dinger reingemacht haben Aber was in zweiten Halbzeit passiert ist, kann nicht erklären“, zeigte sich Kapitän Katja Schülke enttäuscht. „Wir haben einfach keine Lösung gefunden unser Angriffsspiel durchzubringen.“

Zwar setzte sich der HCL zwischenzeitlich wieder mit fünf Toren auf 22:17 (42.) ab. Doch Blomberg kämpfte verbissen um den Anschluss – was dem Team von Trainer Andre Fuhr auch gelang. In der 47. Minute markierte die HSG den 21:22-Anschlusstreffer durch Angela Malestein. Nur wenige Augenblicke danach gar den 25:25-Ausgleich (55.) und anschließend die 27:26-Führung (28.). In einer hitzigen Schlussphase holte sich Blomberg noch einen Punkt.

HCL:

Schülke, Plöger – Visser (6/5), Augsburg (4), Müller (2), Reiche (1), Kramer (1), Bont, Schulze (3), Kudlacz (6), Lang (3), Hubinger (2), Mazzucco (1), Windisch.

HSG:

Monz, Roch – Knutsdottir (5/1), Müller, X. Smits (4), Thorgeirsdottir (6/3), Frey (3), Thomas (1), Berndt, Pilmayer, Malestein (7), W. Smits (3)

Anne Kunze

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