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HC Leipzig kämpft gegen Thüringer HC um Pokalfinale

Wer gewinnt das Halbfinale? HC Leipzig kämpft gegen Thüringer HC um Pokalfinale

Final4 im Frauenhandball: Der Sieger des Halbfinals HC Leipzig gegen Thüringer HC hat beste Chancen, Pokalsieger zu werden. Können die Leipzigerinnen die Serie brechen und gegen Erfurt gewinnen?

HC Leipzig Trainer Norman Rentsch und Karolina Kudlacz-Gloc

Quelle: dpa

Leipzig. Showdown bei den Handballerinen, nach dem Meisterschaftsendspiel nun Teil zwei: Im ersten Halbfinale im Final4 des DHB-Pokals stehen sich am Freitag (18 Uhr) der HC Leipzig und Meister Thüringer HC in der Arena gegenüber. Das zweite Halbfinale (20 Uhr) bestreiten Borussia Dortmund und die HSG Blomberg-Lippe. Der HCL will Revanche nehmen für die 20:31-Niederlage vergangenen Samstag. Doch dazu gehört viel Optimismus. „Auf zehn, vielleicht 20 Prozent“ schätzt Liga-Chef Bernd Dugall die Wahrscheinlichkeit, dass am Freitagabend der HCL triumphiert und ins Finale (Sonnabend 15.45 Uhr) einzieht. So eindeutig, wie sie aussieht, ist die Lage aber nicht. Argumente für einen Sieg haben beide Seiten.

Fünf Gründe für einen Sieg des THC:

Die Form. Die Überlegenheit im Meisterschaftsfinale vor einer Woche war so groß, dass manche Beobachter sogar von einem Klassenunterschied sprachen. Ganz klar, das Team ist physisch und mental topfit.

Herbert Müller. „Dass es Leipzig mit einer siebten Feldspielerin versucht, war sonnenklar. Ich hatte auch noch ein, zwei Überraschungen parat, aber die musste ich gar nicht auspacken“, sagte der THC-Coach vor Wochenfrist. Ein Bluff? Oder zaubert der Trainerfuchs heute tatsächlich? Zuzutrauen ist ihm alles.

Die Spielerinnen. Wer nach sechs Meisterschaften in Serie denkt, die THC-Mädels seien nun zufrieden, der irrt. Torhüterin Jana Krause gewann noch nie den DHB-Pokal, Svenja Huber will sich unbedingt mit dem Double aus Thüringen verabschieden und Kapitänin Kerstin Wohlbold lässt gar keine Zweifel aufkommen: „Ein Finale spielt man nicht, ein Finale gewinnt man.“ Was gemerkt? Vom Halbfinale redet sie gar nicht erst...

Die Erfahrung. Nach den Meisterschaften und fünf Jahren Champions League in Folge sind die THC-Spielerinnen mit allen Wassern gewaschen. Rückstand? Fehlentscheidungen der Schiedsrichter? Hexenkessel? Kennen die Wohlbold, Huber und Co. alles, wirft sie nicht um.

Die Statistik. „The trend is your friend“, heißt es so schön: 13 Spiele in Folge hat der THC gegen den HCL nicht verloren. Was spricht gegen eine Fortsetzung?

Fünf Gründe für einen Sieg des HCL:

Die Außenseiterrolle. Kaum jemand rechnet mit einem Sieg des HCL, das kann überaus befreiend wirken. „Vielleicht tut uns die Rolle als Außenseiter gut“, meint denn auch Trainer Norman Rentsch. So mancher hat in dieser Rolle Wunder vollbracht. „So ist Sport“, sagt der Favorit dann immer.

Die Mannschaft. Das unterschreibt jeder: So schwach, wie sich der HCL vorige Woche beim THC prä­sentiert hat, so schlecht ist er natürlich nicht. „Wenn wir unser Potenzial ausschöpfen, können wir jeden Gegner schlagen“­(Karolina Kudlacz-Gloc), hieß es in ­dieser Saison mehrfach. Es ist also ganzeinfach: Das zeigen, was man kann.

Die Vorbereitung. „Wir machen keinen Hokuspokus“, sagte Kapitänin Katja Kramarczyk zur Vorbereitung auf das Final4. Das könnte der Schlüssel sein: kein Teambuilding, keine Extra-Motivationseinheiten, keine Psycho-Spielchen. Hat einst alles nix gebracht. Coach Norman Rentsch: „Wir bereiten uns ganz normal vor, wie auf ein Bundesligaspiel.“

Der Heimvorteil. Mindestens 4000 Zuschauer werden in der Halle sein. Auch wenn aus Bad Langensalza viele Fans mitkommen – die übergroße Mehrheit steht hinter dem HCL. Das hilft!

Die Statistik. 13 Spiele in Folge hat der HCL gegen den THC nicht gewonnen. Eine Weisheit fürs Phrasenschwein, die aber stimmt: Jede Serie endet einmal. Am Freitag?

Uwe Köster

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