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HC Leipzig leiht Talent aus Viborg aus – Caroline Müller verstärkt den Bundesligisten

HC Leipzig leiht Talent aus Viborg aus – Caroline Müller verstärkt den Bundesligisten

Leipzig. Der HC Leipzig hat auf den verletzungsbedingten Ausfall von fünf Stammspielerinnen reagiert und sich kurzfristig verstärkt.

Vom dänischen Spitzenteam Viborg HK wechselt Caroline Müller in die Bundesliga. Sie wird zunächst bis zum 16. November im Kader der Leipzigerinnen stehen. Im Anschluss pausiert der Ligabetrieb wegen der Weltmeisterschaft in Brasilien.

Die 18-Jährige ist in der Region keine Unbekannte. Die 1,78 Meter große Rückraumspielerin wurde in Gräfenhainichen geboren und spielte in den Jugendmannschaften des SV Halle-Neustadt. Vor drei Jahren wagte sie den Schritt ins Nachbarland und wechselte an das Sportinternat nach Viborg. Dort durchlief sie die Jugendteams des mehrfachen Champions-League-Siegers.

Die Spielmacherin, die im gleichen Jahrgang wie Anne Hubinger, Alexandra Mazzucco und Marlene Windisch in der deutschen Juniorinnenauswahl spielt, trainierte bereits am Montag mit dem Team von Trainer Stefan Madsen. In einer Mitteilung des Vereins sagte der Coach: „Wir freuen uns sehr, in dieser schwierigen Situation eine Spielerin mehr haben. Wir können uns nur bei Viborg und den Verantwortlichen für die schnelle Unterstützung bedanken.“

Von den Qualitäten der 18-Jährigen ist er überzeugt: „Uns ist klar, dass sie in ihrem Alter noch keine Maura Visser oder Ania Rösler auf der Spielmacherposition komplett ersetzen kann, aber sie hat definitiv ihre Qualitäten, die sie in unsere Mannschaft einbringen kann. Wir haben keine übertriebenen Erwartungen an sie, aber ich denke, dass sie uns helfen kann.“

Müller selbst meint zu ihren Kurzauftritt im Trikot des HCL: „Als mich unser Trainer ansprach, ob ich mir das vorstellen kann, war ich doch ziemlich überrascht. Aber ich musste nicht lange überlegen um zuzusagen, denn so eine Möglichkeit bekommt man nicht oft im Leben. Ich will dem HCL versuchen zu helfen und mich gleichzeitig weiterentwickeln.“

Der Kontakt zwischen Viborg und dem HC Leipzig ist seit Jahren eng. Trainiert werden die Däninnen vom ehemaligen Leipziger Coach Martin Albertsen. Eine der Leistungsträgerinnen ist die frühere HCL-Spielerin Grit Jurack. Zuletzt trafen beide Teams im Sommer in einem Testspiel aufeinander.

Der deutsche Bundesligist wird in dieser Saison vom Verletzungspech verfolgt. Neben Karolina Kudlacz, die schon die Vorbereitung wegen einer Achillessehnenverletzung nicht absolvieren konnte, fallen auch Anne Ulbricht, Maura Visser, Mette Ommundsen und Ania Rösler aus. Deshalb war zuletzt immer wieder über eine Rückkehr von Ingrida Radzeviciute ins Team spekuliert worden. Die 36-Jährige hatte vor drei Jahren ihre Profilaufbahn beendet, spielte danach noch in unterklassigen Teams. HCL-Manager Kay-Sven Hähner kommentierte diese Personalie nicht.

Gesund sind am Montagmorgen die Nationalspielerinnen Katja Schülke, Luisa Schulze, Anne Müller und Natalie Augsburg vom DHB-Team zurückgekehrt. Mit Siegen gegen Weißrussland (27:19) und Aserbaidschan (34:16) sind sie erfolgreich in die EM-Qualifikation gestartet. Am Nachmittag standen sie mit ihren Mannschaftskolleginnen bereits wieder beim Training auf dem Parkett. Am Mittwoch erwartet der HCL den Deutschen Meister vom Thüringer HC um 19.30 Uhr zum Spitzenspiel in der Arena.

Leipzigs Trainer Stefan Madsen sieht seine Handballerinnen vor einer großen Herausforderung. „Gegen den THC ist es auch mit kompletter Mannschaft schwer und nachdem auch noch Ania Rösler ausfällt, wird das Ganze nicht einfacher“, sagte der Coach.

Matthias Roth/rob

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