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HC Leipzig plant mit bis zu fünf Neuzugängen – Sonntag letzte Champions-League-Partie

HC Leipzig plant mit bis zu fünf Neuzugängen – Sonntag letzte Champions-League-Partie

Die Derbys zwischen dem HC Leipzig und dem Thüringer HC sind immer ein heißes Gesprächsthema. Doch am Donnerstag drehte sich im sächsischen Lager zunächst alles um die erneute Verletzung von Anna Atladottir.

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Franziska Mietzner (Nr. 26) trägt noch das THC-Trikot. In der kommenden Saison spielt sie für den HCL.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Personelle Engpässe häufen sich in dieser Saison im sowieso schon schmalen Kader von Trainer Norman Rentsch. Mit bis zu fünf Neuzugängen soll das in der nächsten Spielzeit beim HCL kein Thema mehr sein.

Ausverkaufte Halle in Nordhausen: Der Thüringer HC empfängt am Sonntag zum deutschen Champions-League-Duell den HC Leipzig. Während der Gastgeber mit ein bisschen Schützenhilfe sogar noch den dritten Platz in der Hauptrunde und damit eine bessere Ausgangposition fürs Viertelfinale erreichen kann, ist für die Sachsen das internationale Aus bereits besiegelt.

Trainer Norman Rentsch zieht trotzdem ein positives Fazit aus den Auftritten in der Königsklasse, immerhin spielte sich sein Team über die Qualifikation unter die Besten zehn Europas. Der 35-Jährige weiß aber auch: „Wir haben extreme Spitzen nach oben und unten gezeigt. Um dauerhaft auf diesem Niveau anzugreifen, fehlte uns die Breite des Kaders und die Konstanz.“

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Shenia Minevskaja (r) wechselt zum HC Leipzig.

Quelle: Antonio Bat

Der HCL hatte in dieser Saison einfach zu wenig Alternativen im Rückraum und nach der Trennung von Maura Visser im November ein noch größeres Loch auf dieser Position. Damit sich das nicht wiederholt, soll der Kader an Qualität und Breite zulegen. Mit Bundesliga-Torschützenkönigin Shenia Minevskaja steht der erste Neuzugang bereits fest. Nach LVZ-Informationen ist auch der Wechsel von Franziska Mietzner vom Thüringer HC nach Leipzig in trockenen Tüchern. Im rechten Rückraum will Hähner eventuell noch zuschlagen, zudem sei die Verpflichtung einer dritten Torhüterin möglich. Mit Luisa Sturm wird eine Kreisläuferin aus dem eigenen Nachwuchs zu den Profis aufrücken.

Dem Zuwachs stehen im Sommer drei Abgänge gegenüber. Die Rumänin Roxana Ioneac wird den HCL nach nur einem Jahr verlassen, außerdem zwei jüngere Spielerinnen. Namen wollte Manager Hähner noch nicht nennen. Ingesamt gehören dann künftig 17 Handballerinnen zum Kader – zwei mehr als in dieser Saison.

Auch wenn die internationalen Spiele erst einmal vorbei sind, denkt Hähner bereits an das nächste Jahr und sagt: „Wenn wir uns für einen internationalen Wettbewerb qualifizieren, werden wir uns erneut für die Champions-League-Qualifikation bewerben“. Dafür muss der HCL in der Bundesliga zu den besten fünf Teams gehören. Eigentlich nicht der Anspruch des Vorzeigeclubs. „Es war ein klares Ziel, um Titel mitzuspielen. Was wirklich weh tut, war das Aus im Pokal“, zieht Hähner Mitte März bereits ein kleines Fazit.

Acht Partien warten auf den HCL noch in der Bundesliga, bevor der Haken an eine wohl titellose Saison gemacht werden muss. Der Abstand auf den Spitzenreiter Buxtehude beträgt in der Tabelle fünf Minuspunkte. Die verbleibenden Partien will Rentsch nutzen, um die Spiel-Intelligenz und die Taktik seines Teams weiter zu verbessern. Anna Atladottir und Saskia Lang schauen in den nächsten Monaten wieder nur verletzt zu. Sie sind wohl die größten Pechvögel des Leipziger-Handballjahres.

Anne Grimm

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