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HC Leipzig sucht weiter nach neuer Spielerin – „Müssen auch auf die Jugend setzen“

HC Leipzig sucht weiter nach neuer Spielerin – „Müssen auch auf die Jugend setzen“

Die Suche nach einer Verstärkung im Rückraum gestaltet sich für den HC Leipzig schwierig. Fünf Wochen nach der Trennung von Spielmacherin Maura Visser, erklärt Manager Kay-Sven Hähner: „Wir benötigen jemanden, der das nötige Niveau hat und international sowie in der Bundesliga spielen kann.

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Manager Kay-Sven Hähnersucht eine Rückraumspielerin.

Quelle: Hendrik Schmidt

Leipzig. “ Genau dort liegt das Problem.

Die besten Handballerinnen spielen in der Champions League oder anderen europäischen Wettbewerben und könnten für Leipzig damit nur in der Bundesliga auflaufen, weil sie bei einem Wechsel international für den Rest der Saison gesperrt wären. In den englischen Wochen ab Ende Januar benötigt der HCL-Rückraum aber Entlastung in beiden Wettbewerben. „Wir sind dran, werden aber nur eine Spielerin verpflichten, wenn sie uns weiterhelfen kann“, sagt Hähner. Zur nächsten Bundesligapartie gegen Blomberg am 30. Dezember werden die Zuschauer wohl noch keinen Neuzugang in der Arena Leipzig sehen. Um die Weihnachtszeit sei es schwierig, Wechsel in die Wege zu leiten, so Hähner.

„Jetzt müssen wir auch auf die Jugend setzen und gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte stärker wechseln“, sagt Trainer Norman Rentsch und fügt mit Blick auf den dünnen Kader hinzu: „Wir haben auch eine Verantwortung den Mädels gegenüber.“ Vor allem Nele Reimer aus dem Juniorteam sieht er auf einem guten Weg. Rechtsaußen Kaya Diehl ist nach einem Vierteljahr Verletzungspause wieder fit. Auf Nicole Lederer und Anna Atladottir muss der Coach nach ihren Schulter-Operationen noch verzichten. Dafür hofft der 35-Jährige auf eine schnelle Genesung von Saskia Lang.   

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Co-Trainer Max Berthold (l.) und Chef-Coach Norman Rentsch tüffteln an Alternativen im HCL-Rückraum.

Quelle: Christian Modla

Während der EM trainierten die acht daheim gebliebenen HCL-Spielerinnen in den vergangenen drei Wochen viel mit dem Juniorteam sowie im Ausdauer- und Kraftbereich. Beim abschließenden 3000-Meterlauf war Alexandra Mazzucco mit einer Zeit von 10:40 Minuten wie immer ganz vorn und könnte damit fast bei den Leichtathleten an den Start gehen.  

Die Nationalspielerinnen genießen seit ihrer Rückkehr von der EM bis zum 27. Dezember eine handballfreie Zeit. „Das ist wichtig, damit alle die Müdigkeit auch aus dem Kopf bekommen“, sagt Rentsch. Die vier auslaufenden Verträge mit den Auswahlkadern Anne Müller, Luisa Schulze, Saskia Lang und Anne Hubinger hätte Manager Hähner gern schon verlängert, kann aber noch keinen Vollzug melden: „Unsere Angebote liegen dem Agenten der Mädels vor. Wir sind guten Mutes.“

Während der EM war Hähner selbst in Kroatien und Ungarn vor Ort, trat mit Spielervermittlern in Kontakt, sah aber auch seine eigenen Mädels auf der Platte. Dabei stachen die beiden HCL-Kapitäne heraus, die zur Wahl des All-Star-Teams standen, die Nominierung aber verpassten. Torhüterin Katja Schülke wurde mit 39 Prozent gehaltener Bälle zwischen den Pfosten der deutschen Nationalmannschaft drittbeste Keeperin des Turniers. Karolina Kudlacz zeigte im Dress der polnischen Nationalmannschaft ihre Qualitäten, wurde in allen drei Spielen der Vorrunde zur wertvollsten Spielerin gewählt und erzielte insgesamt 28 Treffer. Damit ist sie erfolgreichste EM-Torschützin der Bundesliga.

Trotz personeller Sorgen ist nun auch im HCL-Lager Weihnachtspause. Manager Hähner zieht es mit der Familie zu den Verwandten nach Schwerin. Trainer Rentsch verbringt den Heiligabend mit seinen Lieben in der Heimat Frankfurt/Oder. Am Montag geht er allerdings fremd und wechselt die Sportart: Der Handballcoach sitzt am Abend im Leipziger Stadion, wenn 1860 München bei RB im letzten Spiel des Jahres zu Gast ist.

Anne Grimm

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