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HC Leipzig verpflichtet Österreicherin Tamara Bösch

Handball HC Leipzig verpflichtet Österreicherin Tamara Bösch

Bei der Suche nach einer Verstärkung für die wichtige Position im halbrechten Rückraum ist der HC Leipzig fündig geworden: In der kommenden Saison verstärkt Tamara Bösch den Handball-Bundesligisten. Die 26 Jahre alte Österreicherin kommt vom Schweizer Meister LC Brühl.

Dynamik und mit Zug zum Tor: HCL-Neuzugang Tamara Bösch (l) im Trikot des LC Brühl.
 

Quelle: imago

Leipzig.  Am Sonntag (15 Uhr) geht es in der Anhalt-Arena Dessau für den HC Leipzig ums Weiterkommen im Europapokal, doch parallel bastelt der Handball-Bundesligist weiter am Kader für die kommende Saison. Nun gab der HCL die Verpflichtung der Österreicherin Tamara Bösch bekannt. Die 26-Jährige steht aktuell beim Schweizer Meister LC Brühl unter Vertrag, ist dort Kapitänin und Torschützin vom Dienst. 38 Länderspiele für Österreich hat sie vorzuweisen. Allerdings steht sie für die Auswahl aktuell nicht mehr bereit. In der kommenden Saison soll die Linkshänderin den rechten Leipziger Rückraum verstärken.

Entdeckt bei Turnier in der Schweiz

Aufgefallen ist die Studentin (Management) dem HCL bei einem Turnier in St. Gallen im Dezember 2015. „Ich war ja eigentlich dagegen, dass wir dort teilnehmen“, räumt Manager Kay-Sven Hähner ein. Trainer Norman Rentsch aber war dafür, setzte sich durch und startete in der Schweiz ohne seine Nationalspielerinnen, die bei der Weltmeisterschaft im Einsatz waren. Beim Turnier in der Schweiz entdeckte er Tamara Bösch. „Sie ist wurfstark, variabel einsetzbar und übernimmt immer Verantwortung, es war imposant, das zu sehen. Sie ist eine tolle Persönlichkeit“, schwärmt der HCL-Coach. In ihrer Spielweise erinnere die 1,74 Meter große Tamara Bösch an Buxtehudes Isabel Klein vom Buxtehuder SV.

Saskia Lang involviert

 Einen nicht geringen Anteil am Wechsel der Österreicherin nach Sachsen hat wohl Saskia Lang. Beide haben früher beim LC Brühl zusammen Handball gespielt, kennen sich gut. Bei Saskia Lang hat sich Tamara Bösch auch detailliert über die Verhältnisse in Leipzig informiert und bei einem Besuch vor Ort unlängst auch persönlich alles in Augenschein genommen. Hähner: „Ich habe bis dahin noch keine Spielerin erlebt, die so gut vorbereitet war und die so einen umfangreichen Fragenkatalog hatte.“ Offenbar wurden alle Fragen zur Zufriedenheit beantwortet, Bösch unterschrieb einen Zweijahres-Vertrag.

„Riesengroße Chance“

Am Sonntag, wenn der HC Leipzig ein 24:25 gegen den TuS Metzingen aufholen und ins Halbfinale des EHF-Cups einziehen will, ist Tamara Bösch freilich noch nicht dabei. Der HCL muss es ohne sie richten, der Optimismus ist allenthalben groß. „Wir haben eine super Ausgangsposition“, sagt Kapitänin Katja Kramarczyk. Norman Rentsch spricht von einer „riesengroßen Chance“ und fordert: „Wir müssen positiv denken“. Der Coach sieht seine Schützlinge und Metzingen auf Augenhöhe. „Wer seinen Matchplan durchbringt, gewinnt.“ Fehlen wird am Sonntag Michelle Urbicht, die weilt im Rahmen ihres Studiums im Skilager. Krank waren Helena Hertlein und Ann-Cathrin Kamann, ihr Einsatz entscheidet sich kurzfristig.

Von Uwe Köster

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