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HC Leipzig wagt Abenteuer Champions League

Europapokal HC Leipzig wagt Abenteuer Champions League

Der HC Leipzig startet in der Qualifikation zur Champions League. Möglich macht es ein Verzicht von TuS Metzingen. „Für uns ist das kein großes Risiko“, erklärt HCL-Manager Kay-Sven Hähner.

Freude bei Luisa Schulze (links) und Katja Kramarczyk: der HC Leipzig nimmt die Champions League in Angriff.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Die Entscheidung ist gefallen. Der HC Leipzig hat sich beim Europäischen Handball Verband EHF um einen Startplatz in einem Qualifikationsturnier für die Champions League beworben. Die Turniere finden Anfang September statt, Gegner werden noch ausgelost. Als Austragungsort steht Leipzig nicht zur Debatte – keine Halle frei.

Als Meisterschaftsdritter und Pokalsieger ist der HCL eigentlich für den EHF-Cup qualifiziert. Meister Thüringer HC hat den Startplatz in der Champions League sicher, Vizemeister TuS Metzingen hätte erstes Zugriffsrecht auf einen Platz in der Quali. Doch Metzingen will nicht, die Tür für Leipzig stand damit offen. „Für uns ist das kein großes Risiko“, erklärt HCL-Manager Kay-Sven Hähner. „Wenn wir die Quali nicht überstehen, spielen wir auf jeden Fall im EHF-Cup. Aber die Champions League ist die attraktivste Liga, da messen sich die besten Teams Europas. Wir versuchen es auf jeden Fall.“

Trainer Norman Rentsch gibt zu, hin- und hergerissen zu sein. „Es ist ein zweischneidiges Schwert. Sportlich sind wir für den EHF-Cup qualifiziert, da kann man auch mal was reißen. Aber gegen die Top-Mannschaften Europas zu spielen ist auch cool, außerdem für die Entwicklung unserer Spielerinnen enorm wichtig. Die können da unheimlich viel Erfahrung sammeln.“

So gehen also der THC in der Champions League, der HCL in der Qualifikation oder dem EHF-Cup sowie TuS Metzingen und die SG Bietigheim im EHF-Cup an den Start. Um einen Startplatz im EHF-Cup hat sich auch der VfL Oldenburg beworben. Eigentlich stehen dem Deutschen Handball Bund vier Startplätze in den europäischen Wettbewerben zur Verfügung. Weil der DHB für alle verfügbaren Startplätze gemeldet hat, räumt die EHF den Verbänden eine zusätzliche Meldung ein, die als Wildcard zu verstehen ist. Oldenburg als Fünfter der letzten Saison hat sich nun um diese Wildcard beworben. Diese Entscheidung soll Mitte Juni fallen.

Bis Mitte Juni trainieren die HCL-Damen auch noch, „abgespeckt“, wie Rentsch formulierte. Dann geht es in den Urlaub, Trainingsstart für die neue Spielzeit ist am 18. Juli.

Uwe Köster

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