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HCL-Coach Rentsch: „Arsch aufreißen und Spektakel bieten“ - Zugänge vorgestellt

Trainingsauftakt HCL-Coach Rentsch: „Arsch aufreißen und Spektakel bieten“ - Zugänge vorgestellt

Nach knapp zwei Monaten Sommerpause ist der DHB-Pokalsieger HC Leipzig am Montag in die Vorbereitung gestartet. Mit Blick auf die neue Saison werden die Bälle flach gehalten. Zwei neu Spielerinnen hat der HCL im Aufgebot.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. An Tradition mangelt es beim Trainingsauftakt des HC Leipzig nicht. Zunächst das Abklatschen mit den Fans, dann die Vorstellung des Teams von Kapitänin Katja Schülke. Beim jährlichen Fußballspiel gewann Alt gegen Jung, der Wurfcontest durfte natürlich auch nicht fehlen. Die 250 Anhänger in der kleinen Arena schauten am Montag aber vor allem gespannt auf die beiden Neuzugänge: Tamara Bösch und Hildigunnur Einarsdottir.

„Den Druck Titel zu gewinnen, kenne ich von meinem alten Verein. Dort wurde das auch immer erwartet“, sagt Bösch, die mit dem LC Brühl vergangene Saison den Schweizer Pokal holte. „Aber wenn so etwas erwartet wird, dann heißt das wohl auch, dass wir eine Chance auf Titel haben“, meint die 27-Jährige selbstbewusst. Die Österreicherin ist neben Alexandra Mazzucco und Anne Hubinger nun die dritte Linkshänderin beim HCL und kann sowohl im Rückraum, als auch auf Rechtsaußen spielen.

Zum offiziellen Trainingsauftakt des HC Leipzig konnte Trainer Norman Rentsch die beiden Neuzugänge Tamara Bösch und Hildigunnur Einarsdottir vorstellen. Neben den ersten Einheiten stand auch das traditionelle Fußballspiel "Alt gegen Jung" an. (Bilder: Christian Modla)

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Der Pokalgewinn spielte auch beim Wechsel von Hildigunnur Einarsdottir nach Leipzig eine Rolle. Im Mai schaute sich die Isländerin das Final Four in Leipzig an. Danach war klar: „Ich will unbedingt hierher“, sagt die Kreisläuferin, die nun gemeinsam mit Luisa Schulze ein Duo auf der Position bildet. Erstliga-Erfahrung hat die 28-Jährige noch nicht, spielte vergangene Saison beim VL Koblenz/Weibern in der 2. Bundesliga.

Die zwei Neuen fühlen sich in Leipzig bereits pudelwohl. Traditionell und wie fast alle HCL-Handballerinnen wohnen sie im Waldstraßenviertel. Bösch hat die Wohnung von Kaya Diehl und Helena Hertlein, Einarsdottir die vier Wände von ihrer Landsfrau Anna Atladottir übernommen. Unisono sagen beide: „Das Team ist super nett und es fällt nicht schwer, hier anzukommen.“

Konstanz im Kader, Neues bei den Regeln

Trainer Norman Rentsch konnte zum Auftakt entspannt in die Runde blicken – bis auf Michelle Urbicht, die nach ihrer Schulterverletzung noch bis Ende des Jahres pausieren muss, sind alle Spielerinnen gesund aus dem Urlaub zurückgekommen. Saskia Lang muss nach einer Schleimbeutel-Operation am Knie noch kürzer treten, soll aber bis zum ersten Turnier in drei Wochen in Wittlich wieder einsatzbereit sein. (Hier geht es zur HCL-Vorbereitung im Überblick)

Der Vorteil für Rentsch: Sein Team hat sich nicht stark verändert und ist bereits eingespielt. Angesprochen auf die Ziele lässt der 36-Jährige traditionell Demut walten: „Wir werden auch vor dieser Saison nicht die großen Parolen raushauen, aber uns den Arsch aufreißen und in jedem Wettbewerb Spektakel bieten.“

Neu sind für den HCL, wie auch für alle anderen Handballmannschaften, allerdings die fünf Regeländerungen, die seit 1. Juli gelten. In den nächsten Wochen bekommt das Team vom besten deutschen Schiedsrichtergespann eine Einführung. Rentsch wird außerdem bei Olympia in Rio genau hinschauen, wie Mannschaften auf internationalem Niveau, unter anderem mit der Möglichkeit des siebenten Feldspielers ohne zusätzlichem Trikot, umgehen, sagt aber auch: „Die neuen Regeln werden unsere mannschaftliche Taktik nicht beeinflussen.“

Anne Grimm

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