Volltextsuche über das Angebot:

17 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
HCL-Neuzugang Atladottir: „Musste nicht lange nachdenken“ – Isländerin bangt um Schulter

HCL-Neuzugang Atladottir: „Musste nicht lange nachdenken“ – Isländerin bangt um Schulter

Mit der Verpflichtung von Rückraumspielerin Anna Atladottir ist der Kader des HC Leipzig für die neue Saison komplett. Zum Trainingsauftakt am Dienstag präsentiert sich die 22-jährige Handballerin erstmals den Fans.

Voriger Artikel
HC Leipzig holt Wunschspielerin Thorgerdur Anna Atladóttir
Nächster Artikel
HCL bewirbt sich um Champions-League-Quali – Trainingsauftakt mit drei neuen Spielerinnen

Thorgerdur Anna Atladóttir unterschrieb am Sonntag einen Zweijahresvertrag beim HC Leipzig.

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. Im Interview mit LVZ-Online spricht die Isländerin über ihre Handball-Familie, Schulterprobleme und die Ziele mit dem neuen Verein.

Sie waren schon zum Pokalsieg im April Gast in Leipzig, haben im Anschluss sogar gemeinsam mit der Mannschaft gefeiert. Warum hat es so lange gedauert, bis der Wechsel perfekt war?

Atladottir: „Weil ich noch einen Vertrag in Norwegen hatte und viele Sachen geklärt werden mussten. Ich war zwischendurch dreimal für Gesundheits-Tests in Leipzig, aber der Stress hat sich gelohnt. Ich mag hier einfach alles und freue mich auf die neue Herausforderung.“

Der neue HCL-Trainer Norman Rentsch sagt, Sie sind seine Wunschspielerin. Setzt Sie diese Aussage unter Druck?

„Nein. Ich finde das sehr positiv und sehe es als Chance für mich. Es ist immer gut, die Wunschsspielerin zu sein und ich werde mein Bestes geben.“

phpc592160c3d201407151939.jpg

Leipzig. Mit der Verpflichtung von Rückraumspielerin Anna Atladottir ist der Kader des HC Leipzig für die neue Saison komplett. Zum Trainingsauftakt am Dienstag präsentiert sich die 22-jährige Handballerin erstmals den Fans. Im Interview mit LVZ-Online spricht die Isländerin über ihre Handball-Familie, Schulterprobleme und die Ziele mit dem neuen Verein.

Zur Bildergalerie

Woher kennen Sie sich?

„Er wollte mich letztes Jahr nach Zwickau holen. Aber dann kam ein lukrativeres Angebot aus der ersten norwegischen Liga, das ich angenommen habe. Als er mich diesen Sommer gefragt hat, ob ich nach Leipzig kommen möchte, musste ich nicht lange nachdenken.“

Sie sind in einer Handball-Familie groß geworden. Ihr Bruder Anur Atlason spielte unter anderem beim SC Magdeburg, ihr Vater Atli Hilmarsson trainierte auch die TSG Friesenheim. Hatten Sie überhaupt die Chance, einen anderen Sport zu wählen?

„Lacht… Ich habe Fußball und Handball gespielt, bis ich 15 Jahre alt war. Dann hatte ich keine Zeit mehr für beides, weil ich im Sommer immer mit der Handball-Nationalmannschaft unterwegs war. Schon als kleines Mädchen im Alter von fünf Jahren war ich ständig dabei, wenn mein Papa als Coach in der Halle stand. Bei meiner letzten Station in Island war er sogar mein Co-Trainer.“

Bisher haben Sie nur in skandinavischen Ländern gespielt. Warum haben Sie sich jetzt für Leipzig entschieden?

„Wenn man sich für Handball interessiert, dann kennt man Leipzig. Es gefällt mir hier alles sehr gut. Die skandinavischen Vereine ähneln sich alle sehr. Es war Zeit für mich, etwas Neues auszuprobieren.“

Sie hatten eine langwierige Schulterverletzung am rechten Wurfarm. Sind Sie jetzt wieder richtig fit?

„Ich hatte nach einem Jahr Schmerzen im Mai 2013 eine Operation. Aber auch danach ist es nicht besser geworden. Deshalb habe ich vergangene Saison nur drei bis vier Partien mitgespielt. Keiner konnte mir helfen. Aber in Leipzig waren Osteopath, Arzt und Physiotherapeut zuversichtlich. Ich hoffe, dass ich so schnell wie möglich wieder fit bin. Vielleicht werde ich am Anfang erstmal mehr in der Abwehr spielen und trainieren.“    

Sie spielen im rechten Rückraum. Dort ist WM-Torschützenkönigin Susann Müller vergangene Saison beim HCL aufgelaufen. Ist das ein schweres Erbe?

„Nein, ich mache mir keinen Druck. Susann ist eine ganz andere Spielerin als ich, man kann uns nicht vergleichen. Ich bin flexibel einsetzbar, kann auch im linken Rückraum spielen. Wegen meinen Schulterproblemen nehme ich mir selten Sprungwürfe, habe mich in den letzten zwei Jahren eher technisch weiterentwickelt. Ich mag das körperliche Spiel, 1:1-Situationen und Finten.“

Ihr Vertrag läuft bis 2016. Was haben Sie sich für die nächsten zwei Jahre mit dem HC Leipzig vorgenommen?

„Als erstes wünsche ich mir, dass meine Schulter wieder richtig gesund wird. Ich möchte mich hier weiter entwickeln und der Mannschaft helfen, die Ziele des Vereins zu erreichen. Wenn man in Leipzig spielt weiß man, dass man am besten alle Spiele gewinnen sollte."

Interview: Anne Grimm

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News