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HC Leipzig
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HCL-Neuzugang: Im Trainingslager geboren und Renate Wolfs Patenkind

Kreisläuferin Kamann HCL-Neuzugang: Im Trainingslager geboren und Renate Wolfs Patenkind

Ann-Cathrin Kamann hat eine handballverrückte Familie und mit 21 Jahren schon viel zu erzählen. Beim HCL will sich die neue Kreisläuferin in den nächsten Wochen für eine Vertragsverlängerung empfehlen.

Vergangene Woche gegen Leverkusen fieberte Ann-Cathrin Kamann noch im Publikum mit. Diesen Mittwoch steht sie gegen Celle selbst auf der Platte.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Fast in der Sporthalle geboren, eine Trainerin als Patentante, ihre Mutter eine ehemalige Bundesligaspielerin: Ann-Cathrin Kamann ist mit Handball groß geworden. Sportlich und menschlich wussten Trainer Norman Rentsch und Manager Kay-Sven Hähner, was sie an der 21-Jährigen haben, als sie ihr vergangene Woche beim HCL einen Vertrag bis Saisonende anboten. Die große Überraschung folgte am Montag beim gemeinsamen Plausch mit der Presse: Ann-Cathrins Patentante heißt Renate Wolf, seit Jahren Trainerin beim Bundesliga-Kontrahenten Bayer Leverkusen. Die beiden HCL-Verantwortlichen kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Noch viel verrückter ist allerdings die Geschichte ihrer Geburt, von der die Kreisläuferin berichtete. Ihre Mutter, Natalie Funke-Kamann, spielte einst beim BVB Dortmund. Während eines Testspiels im Trainingslager bekam sie einen Schlag in die Magengrube und wurde von der damaligen Co-Trainerin Wolf ins Krankenhaus gefahren. Dort stellte sich heraus: Frau Funke-Kamann ist im neunten Monat schwanger und hatte es bis dahin nicht bemerkt. Ann-Cathrin wurde am 1. August 1994 geboren.  

Ohne Ablöse und mit viel Selbstbewusstsein

Vor zwei Jahren wollte Kamann eigentlich schon von der HSG Blomberg-Lippe zum HCL wechseln. Der Bundesliga-Kontrahent ließ sie aber nicht ziehen. Im Sommer entschied sich die Handballerin nach sechs Jahren auf dem Internat für eine Pause vom Leistungssport. Sie zog zu ihrem Freund Kevin Herbst, der damals beim HSV und jetzt beim HC Erlangen Handball spielt, nach Hamburg, begann ein Studium. Dann kam das Angebot aus Solingen, wo die 1,80 Meter große Kreisläuferin im vergangenen halben Jahr spielte. Obwohl der Drittligist gegen den Abstieg kämpft, ließ er Kamann nach dem Angebot des HCL im Januar sofort und ohne Ablöse ziehen.

Nicht alles ist neu in Leipzig: Saskia Lang kennt sie aus Blomberger Zeiten, Nicole Roth, Michelle Urbicht und Torwart-Trainer Wieland Schmidt von den Lehrgängen mit der Juniorennationalmannschaft. Beim Heimspiel am Mittwoch (19.30 Uhr) gegen die bisher sieglose SVG Celle bekommt die Kreisläuferin ihren ersten Einsatz im HCL-Trikot. Kamann wird auch für den Europapokal nachgemeldet, kann den Leipzigerinnen in allen drei Wettbewerben helfen. Am Dienstag entscheidet sich bei der Auslosung in Wien, auf wen das Rentsch-Team im EHF-Cup-Viertelfinale trifft.   

Ziel: Vertragsverlängerung

Vor allem im athletischen Bereich musste die 21-Jährige in den vergangenen Tagen viel schuften: „Es war aber nicht so, dass ich hinterher völlig fertig im Bett lag und einen Arzt gebraucht habe“, sagt sie keck und fügt hinzu: „Mein Ziel ist es, dass der Vertrag über den Sommer hinaus verlängert wird.“ Im Wintersemester könnte sie an der Leipziger Uni dann auch ihr Studium in „Sozialer Arbeit“ fortsetzen.

Wichtig für den HCL: Luisa Schulze braucht am Kreis unbedingt Entlastung. Seit einem Vorbereitungsturnier im August plagt sie sich die Nationalspielerin mit Problemen am linken Ringfinger herum. Weil die 25-Jährige die Verletzung ständig mit Tape fixieren musste, reagierte ihre Haut irgendwann allergisch auf den Verband. Es bildeten sich sogar offene und eitrige Wunden am Finger.  

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