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HCL-Trainer vor Oldenburg-Spiel drastisch: „Brauchen Arschloch-Charaktere“

Rentsch redet Klartext HCL-Trainer vor Oldenburg-Spiel drastisch: „Brauchen Arschloch-Charaktere“

Beim Spitzenspiel in Oldenburg werden beim HCL neben Kapitän Karolina Kudlacz-Kloc drei weitere Spielerinnen krank oder verletzt fehlen. Dennoch sei alles möglich, glaubt Trainer Norman Rentsch. Gleichzeitig fordert er von seinem Team, das Spiel an sich zu ziehen: „Wir brauchen noch mehr Arschloch-Charaktere.“

HCL-Trainer Norman Rentsch. (Archivfoto)

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Nach den nicht gerade erbaulichen vergangenen fünf Wochen mit fünf Punktverlusten in der Bundesliga und dem Ausscheiden im Europapokal schlugen die Verantwortlichen des HC Leipzig am Freitag folgenden Tenor an: „Wir sind mit unserer sehr jungen Mannschaft noch immer in der Entwicklungsphase.“ Dies wiederholten Trainer Norman Rentsch und Manager Kay-Sven Hähner gleich mehrfach. Man habe ein vergleichsweise unerfahrenes und wenig abgezocktes Team. Allerdings stehen in der Stamm-Sieben des HCL fast durchweg Nationalspielerinnen ...

Siebenmeter-Spezialistin Shenia Minevskaja berief sich indes auf den „extrem starken Willen“ der Mannschaft. Mit dieser Eigenschaft  wolle sich der HCL im noch längst nicht entschiedenen Rennen um die deutsche  Meisterschaft am Sonntag in Oldenburg (Anpfiff 16.30 Uhr) zurückmelden.

Trotz zuletzt dreier Niederlagen in Folge gegen die „Tussies“ aus Metzingen lobt auch Rentsch den ständigen Kampfgeist seiner Spielerinnen, die gesundheitliche Defizite wegstecken und trotz aller Wehwehchen Vollgas geben. So spiele Saskia Lang seit Wochen mit einer vierfach gebrochenen Nase, auch mit gebrochenem Finger sei die eine oder andere Akteurin aufgelaufen und habe sich fürs Team aufgeopfert. „Irgendwann werden wir dafür auch belohnt“, so Rentsch,  der den Weg auf die Siegerstraße wiederfinden will.

„Wir neigen momentan noch dazu, zu sehr zu verkrampfen, wenn es im Spiel nicht läuft, machen zu viele Fehler und müssen mehr unsere Ellbogen ausfahren, um auch mal die Tür hinter wichtigen Spielen zuzumachen“, versucht Minevskaja die bittere Partie gegen Metzingen vom letzten Sonntag in Dessau abzuhaken. Norman Rentsch fügt etwas drastisch hinzu: „Wir brauchen noch mehr Arschloch-Charaktere.“ Damit meint er vor allem die erfahreneren Frauen, die in schwierigen Situationen das Momentum wieder auf die HCL-Seite ziehen sollten. Der Titelkampf sei offen, die ersten sechs Teams trennen nur drei Minuspunkte.

Beim Spitzenspiel in Oldenburg werden neben Kapitän Karolina Kudlacz-Kloc drei weitere Spielerinnen krank oder verletzt fehlen, dennoch sei alles möglich. Rentsch zeigt sich optimistisch, dass sein Team aus der derzeit schwierigen Situation zügig wieder herausfindet. Man habe diese Woche schließlich wieder „sehr gut gearbeitet“.

Von Juliane Martin

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