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HCL entscheidet sich gegen Champions League und will Europapokal gewinnen

Handball HCL entscheidet sich gegen Champions League und will Europapokal gewinnen

Die Handballerinnen des HC Leipzig starten kommende Saison im Europapokal statt in der Königsklasse. Der Verein hat seine Lehren aus der vergangenen Saison gezogen, meint Manager Kay-Sven Hähner.

Trainer Norman Rentsch (links) und Manager Kay-Sven Hähner haben sich entschieden, kommende Saison mit dem HC Leipzig im Europapokal zu starten.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Der HC Leipzig hat sich gegen die Champions-League-Qualifikation entschieden und startet kommende Saison im Europapokal. Dabei hatte Manager Kay-Sven Hähner in den vergangenen Wochen stets erklärt, einen Antrag für die Wildcard der Königsklasse einreichen zu wollen. Jetzt machte der 44-Jährige eine Rolle rückwärts und sagte: „Wir haben uns das nicht leicht gemacht, aber nach eingehenden Beratungen entschieden, in dem Wettbewerb zu starten, für den wir uns qualifiziert haben.“

Trainer Norman Rentsch erklärte bereits am Ende der Saison: „Die Champions League hat uns die Bundesliga gekostet.“ Mit Platz fünf schloss der HCL, auch aufgrund von großem Verletzungspech, so schlecht ab wie lange nicht. Laut Hähner habe man Lehren daraus gezogen, wollen sich seine Handballerinnen jetzt vor allem zu Beginn der Spielzeit auf den nationalen Wettbewerb konzentrieren.

Der Europapokal bringt viele Vorteile mit sich: Der HCL steigt erst im Oktober oder November in den Wettbewerb ein, hat dafür im September beim extrem schweren Startprogramm in der Bundesliga (Berlin, Buxtehude, Metzingen, Leverkusen, Oldenburg) keine Doppelbelastung. „Außerdem haben wir mehr Zeit fürs Training und dafür, unsere Neuzugänge in den Kader zu integrieren“, sagt Coach Rentsch.

Hochkarätige Vorbereitung

Zudem hätte Leipzig vermutlich keine Chance gehabt, die Qualifikation für die Königsklasse im September erneut in eigener Halle auszurichten. Laut einer neuen Regelung haben die besten Teams der europäischen Rangliste das Heimrecht. Gegner wie Györ oder Baia Mare, beide Viertelfinalisten der Königklasse, wären mögliche und auswärts kaum zu bezwingende Konkurrenten gewesen. Kosten und Kräfte, die sich der HCL nun sparen kann.   

2009 startete Leipzig das letzte Mal im Europapokal und erreichte damals das Finale. Hähner wünscht sich diesmal, das Sahnehäubchen drauf zu setzen: „Wir wollen versuchen, den Europapokal bei der letzten Auflage in dieser Form zu gewinnen.“ Denn in der folgenden Saison werden der Cup Winners Cup und der Europapokal in einem Wettbewerb zusammengelegt. Der Bundesligadritte TuS Metzingen startet ebenfalls im Europapokal.

Ab Donnerstag beginnt für den HC Leipzig jedoch erst einmal der vierwöchige Urlaub. Am 13. Juli ist öffentlicher Trainingsauftakt vor den Fans. Wie der Verein am Mittwoch mitteilte, wird Torhüterin Nicole Roth in der kommenden Saison ein Zweitspielrecht für den Kooperationspartner SV Union/Halle Neustadt in der Zweiten Bundesliga erhalten und dort als Nummer eins den Kasten hüten. Die erste Bundesligapartie für den HCL steigt am Wochenende 12./13. September bei den Füchsen Berlin.  

Die Höhepunkte der Saisonvorbereitung im Überblick:
-    31. Juli bis 2. August: Turnier in Wittlich (mit Metz, Leverkusen, Buxtehude, Dortmund und der südkoreanischen      Nationalmannschaft)
-     5. August Testspiel gegen Banik Most/CZE (Kleine Arena)
-     23. August Freundschaftsspiel gegen BVB Dortmund (Dortmunder Westfalenhalle)
-     28. August bis 1. September Turnier in Skopje/Mazedonien (mit Vardar, Buducnost, Podravka, Rostov-Don, Sävehof)

Anne Grimm

Arena Leipzig 51.3445 12.352865
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