Startseite LVZ
Volltextsuche über das Angebot:

HC Leipzig
Google+ Instagram YouTube
HCL ist nach Leverkusener Pleite gewarnt - Kudlacz fehlt auch am Sonntag

HCL ist nach Leverkusener Pleite gewarnt - Kudlacz fehlt auch am Sonntag

So schnell kann es gehen. Dem Abonnement-Finalisten Bayer Leverkusen nützte ein 29:27-Erfolg im Viertelfinal-Hinspiel der Handball-Bundesliga in Oldenburg nichts.

Voriger Artikel
Kein Selbstläufer – HCL will beim Play-Off-Rückspiel am Sonntag ins Halbfinale einziehen
Nächster Artikel
HCL-Konkurrentinnen vom Thüringer HC stehen im Halbfinale um die Meisterschaft

Karolina Kudlacz vom HC Leipzig.

Leipzig. Zu Hause verspielte die Bayer-Sieben am Mittwochabend den kostbaren Vorsprung, verlor 24:27 und schied aus.

Leverkusen führte kein einziges Mal, lag schon nach 26 Minuten mit drei Toren zurück und kam nie wieder auf zwei Treffer heran. HCL-Manager Kay-Sven Hähner sprach von einer großen Überraschung und zog prompt Parallelen zur eigenen Mannschaft und dem Rückspiel am Sonntag (15 Uhr, Arena) gegen den VfL Sindelfingen. Leipzig geht mit einem 25:22-Vorsprung in diese Partie.

Hähner warnt die gesamte Saison über vor jedem Gegner und würde wohl auch vor jeder Mickey-Mouse-Truppe den Zeigefinger erheben. Doch in der derzeitigen K.o.-Runde müsse man erst recht jeden Gegner doppelt ernst nehmen.

"Wir müssen auf der Hut sein, es wird ein hartes Ding. Wenn man mit der Einstellung rein geht, das wird schon irgendwie, dann reicht es eben nicht. Ich gehe davon aus, dass unsere Mädels wissen, worum es geht. Aber man kann nie in die Psyche von Sportlern hineinblicken."

Der HCL-Macher vermeidet bewusst das Wort Frauen und bringt - selbstverständlich - ein Beispiel aus dem Männer-Handball. "Dass Kiel zu Hause gegen Großwallstadt verliert, geht normalerweise nicht. Aber wenn der Favorit nur 80 Prozent bringt und der Gegner 110, dann passiert es doch."

Deshalb warnt auch HCL-Trainer Heine Jensen noch einmal eindringlich vor den Gästen. „Sindelfingen hat mit Maren Baumbach eine überragende Spielmacherin, mit Marielle Bohm und Iris Cartarius starke Rückraumschützen und mit Silke Meier sowie Nadine Härdter erfahrene Außenspielerinnen.

Am Kreis steht mit Marcella Deen zudem eine sehr gute holländische

Nationalspielerin. Alles in allem spielen wir gegen eine eingespielte und erfahrene Mannschaft, die uns alles abverlangen wird. Das Ganze sollten auch alle im Umfeld im Kopf haben, denn in der Bundesliga kann man sich nicht einfach selbstverständlich durchsetzen, so Jensen.

Der HCL muss am Sonntag erneut auf Rückraum-Ass Karolina Kudlacz verzichten, die sich wegen ihrer Achillessehnen-Schmerzen weiter in intensiver Behandlung befindet. "Es ist schon ein klein wenig besser. Ich hoffe, dass ich Ende April im Halbfinale wieder fit bin", sagte die Polin, die am vergangenen Sonntag am Live-Ticker mitfieberte: "Ich war bis zur letzten Minute angespannt, weil ich das nicht gewohnt bin. Auf dem Parkett fühle ich mich wohler."

Ihrer Mannschaft traut sie den Halbfinal-Einzug natürlich zu: "Das schaffen sie locker." Hoffen wir mal, dass Herr Hähner das letzte Wort überliest.

fs/mro

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News