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HCL spielt gegen Debrecen um Tabellenführung in der Champions-League-Gruppe B

HCL spielt gegen Debrecen um Tabellenführung in der Champions-League-Gruppe B

Nach dem überraschenden 24:23-Auswärtssieg bei Itxako Estella steht für den HC Leipzig am Mittwoch die nächste Aufgabe an. Um 19.30 Uhr empfängt der deutsche Meister Debrecen VSC Korvex.

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Champions League: HCL gewinnt 24:23 gegen S.D. Itxako

Quelle: Sebastian Brauner

Leipzig. Die Ungarinnen gewannen in eigener Halle 22:21 gegen Hypo Niederösterreich. In der Arena geht es um die Tabellenführung in Gruppe B, der Sieger steht mit einem Bein in der nächsten Runde.

Die Spielerinnen staunten nicht schlecht, als sie am Sonntagabend bei der Rückkehr aus Spanien auf dem Leipziger Flughafen von 30 Fans mit Spruchbändern, Fahnen und Jubelgesängen empfangen wurden. "Schon als die Tür bei der Gepäckausgabe immer wieder aufging und wir ein paar Fahnen sahen, haben wir uns gefragt: Sind das unsere Fans? Das war der Hammer, die haben uns total überrascht", erzählt Natalie Augsburg.

Die Euphorie nach dem kaum erwarteten Auftaktsieg in der Champions League ist groß. "Doch wenn wir am Mittwoch nicht nachlegen können, ist der Sieg in Spanien nur noch halb so viel wert", warnt HCL-Trainer Heine Jensen. Deshalb lautet der Tagesbefehl beim HC Leipzig: Euphorie dämpfen, nur nicht zu viel Druck aufbauen.

Das fordert auch Axel Ehrhardt. Der Vereinspräsident begleitete das Team nach Spanien, erlebte zum ersten Mal einen Auswärtssieg in der Champions League persönlich. "Das kannte ich noch nicht, ein schönes Gefühl. Jetzt schon vom Gruppensieg zu reden, wäre jedoch ziemlich hoch gegriffen. Aber ich sehe schon ein Streifchen am Himmel", sagt Ehrhardt. Neben der starken HCL-Leistung seien die Spanierinnen auch deswegen gescheitert, weil sie mit dem Druck, gewinnen zu müssen, nicht mehr klargekommen sind. "Jetzt wollen und sollten wir gegen Debrecen auch gewinnen. Aber es kann passieren, dass wir uns selbst unter Druck setzen. Im Fall von Estella hat man gesehen, dass das nach hinten losgehen kann." Axel Ehrhardt warnt: "Heimsiege sind keine Selbstverständlichkeit, wir haben es in der letzten Saison gesehen. Es liegt jetzt am Trainer, die Luft rauszunehmen."

Das tut Heine Jensen. "Der Samstag ist Vergangenheit, das nächste Spiel ist immer das wichtigste", machte er seinen Schützlingen in der gestrigen Teambesprechung klar. "Für mich sind wir immer noch Außenseiter. Ich denke, die Mädels haben verstanden, dass sie auch am Mittwoch eine Top-Leistung bringen und alles geben müssen", sagt der Coach, und: "Ich bin überzeugt, dass wir uns noch steigern können." Zum Thema Druck-Abbau passt, dass Jensen der Mannschaft am Dienstag trainingsfrei gibt. "Alle wissen doch, worum es geht."

"So ist es", bestätigt Natalie Augsburg, und was den Druck angeht: "Den haben wir doch immer, aber es ist ein positiver Druck. Deshalb freuen wir uns auf Mittwoch." Die Mannschaft hat sich ohnehin vorgenommen, die Heimspiele in der Champions League zu gewinnen. "Das ist jetzt noch wichtiger. Wenn wir verlieren, wäre der Auswärtssieg nur halb so wertvoll, dann würde alles bei null beginnen." Die zuletzt sehr starke Außenspielerin ist für die Mission Debrecen optimistisch: "Selbstvertrauen haben wir auf alle Fälle genug."

Uwe Köster

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