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HCL startet gegen Team eines Multimillionärs in die Hauptrunde der Champions League

HCL startet gegen Team eines Multimillionärs in die Hauptrunde der Champions League

„Eine Trotzreaktion soll her“, sagt HCL-Trainer Norman Rentsch. Nur drei Tage nach der bitteren Pleite gegen den Buxtehuder SV in der Bundesliga empfängt der HC Leipzig am Freitag Vardar Skopje im ersten Spiel der Champions-League-Hauptrunde.

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HCL-Kapitänin Karolina Kudlacz trifft gegen Skopje auf ihren Trainer der polnischen Nationalmannschaft.

Quelle: Sebastian Brauner

Leipzig. Dabei trifft das Rentsch-Team auf eine Weltauswahl, die sich in dieser Saison nicht weniger als den Titelgewinn in der Königklasse zum Ziel gesetzt hat.

Skopje war Teilnehmer am Final Four im vergangenen Jahr, ist gespickt mit Stars wie Welthandballerin Andrea Lekic oder der kroatischen Nationalspielerin Andrea Penezic – das alles wird finanziert von dem russischen Multimillionär Sergej Samsonenko. Weil es in Mazedonien keine Liga gibt, residiert Vardar auch schon seit Mittwoch im Leipziger Lindner Hotel und bereitet sich auf das Match in der Königsklasse vor.

Bekannte Gesichter gibt es in Skopjes Reihen genug: die deutsche Nationalspielerin Anja Althaus spielt seit dieser Saison in Mazedonien. Außerdem wurde zu Beginn des Jahres der polnische Nationaltrainer Kim Rasmussen verpflichtet, den HCL-Kapitän Karolina Kudlacz von der Auswahl bestens kennt. „Wir wollen uns als Außenseiter trotzdem teuer verkaufen. Wenn wir über unsere Grenzen gehen, dann ist vielleicht auch eine Überraschung drin“, sagt Rentsch.

Zwei deutsche Mannschaften unter den besten zwölf Europas

Will der HCL allerdings das von Manager Kay-Sven Hähner gesteckte Ziel „Champions-League-Viertelfinale“ erreichen, müsste am Freitag zumindest ein Punkt her. Leipzig trifft in der Hauptrunde neben Skopje auf den Vorjahres-Finalisten Buducnost Podgorica und den deutschen Meister Thüringer HC. Es ist das erste Mal, dass sich die beiden Bundesliga-Erzrivalen auf internationalem Parkett gegenüber stehen.

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Freude nach dem Champions-League-Sieg in der Vorrunde gegen Krim Ljubljana.

Quelle: Christian Modla

Doch nicht nur das: „Es gibt kein anderes Land, in dem zwei Teams unter den besten Zwölf sind“, sagt Hähner. „Im Länder-Ranking stehen wir in den nächsten Jahren damit sicher unter den besten sieben Nationen. Das bedeutet immer einen garantierten Champions-League-Startplatz sowie die Bewerbung für eine Wildcard“, sagt der HCL-Manager. THC-Coach Müller meint: „Das ist fantastisch und zeigt, dass sich die Bundesliga vor keiner anderen Liga der Welt verstecken muss.“

Außerdem spart der HCL dank des Hin- und Rückspiels gegen die Thüringerinnen Reisekosten. Insgesamt kostet den Verein das Abenteuer Königklasse in dieser Runde etwa 50.000 Euro. „Wir hoffen, am Ende mit einer schwarzen Null aus dem Wettbewerb zu gehen“, sagt Hähner, der mit 2000 Zuschauern pro Heimspiel kalkuliert. Vom Europäischen Handballverband (EHF) werden 20.000 Euro Antrittsgeld gezahlt.

Viertelfinale ist 25.000 Euro wert

Zum dritten Mal in seiner Vereinsgeschichte steht der HCL in der nächsten Runde, hat dort aber noch nie einen Punkt geholt. Finanziell würde sich das Viertelfinale lohnen –  es winken 25.000 Euro. Doch mindestens genauso wichtig wäre das fürs Prestige, nachdem die Meisterschaft bereits im Januar kaum noch greifbar und das Pokal-Aus besiegelt ist.

Der HCL weist darauf hin, dass die Anreise trotz Legida-Kundgebung und Gegendemonstrationen ohne Probleme gewährleistet ist, solange Besucher den Innenstadtring meiden. Der Verein will aktuelle Infos am Freitag auf seiner Facebookseite veröffentlichen.  

Die Partie in der Arena Leipzig beginnt um 19.30 Uhr und wird bei LVZ-Online im Liveticker übertragen.

Anne Grimm

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