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HC Leipzig
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HCL startet in Saison ohne klaren Favoriten

Teampräsentation HCL startet in Saison ohne klaren Favoriten

Eine spannende Saison wartet in der Handball-Bundesliga der Frauen auf die Fans. Die Trainer sehen bei mehr Teams als je zuvor das Potenzial, Meister zu werden. Wie immer gehört auch der HC Leipzig zum Kreis der Favoriten. Doch bei der Teampräsentation am Montag vermieden es Coach und Manager, Platz eins als Saisonziel auszugeben.

Neu beim HCL: Nele Kurzke, Franziska Mietzner, Shenia Minevskaia und Franziska Peter (v.l.)

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Diese Saison könnte eine der spannendsten in der Handball-Bundesliga der Frauen der vergangenen Jahren werden. Vorbei ist die Zeit, in der nur zwei bis drei Mannschaften den Titel unter sich ausgemacht haben, zumindest wenn es nach den Trainern der Liga geht. Auf ihrer jüngsten Tagung haben die Übungsleiter die Namen ihrer Favoriten genannt. „Sechs bis sieben Mannschaften haben das Potenzial, um die Meisterschaft mitzuspielen“, sagt HCL-Coach Norman Rentsch. Auf seinem und den Zetteln der Kollegen stehen Mannschaften wie Bietigheim, der Thüringer HC, Buxtehude, Oldenburg, Metzingen und als Geheimfavorit Aufsteiger Dortmund mit den namhaften Neuzugängen Anne Müller, Nadja Nadgornaja und Clara Woltering.

Auch die Leipzigerinnen sind dabei. Bei der Teampräsentation am Montagabend im Herrenhaus Möckern vor rund 250 Sponsoren und Freunden des Vereins vermieden es aber sowohl Rentsch als auch Manager Kay-Sven Hähner den ersten Platz als Saisonziel auszugeben. „Wir sind in den vergangenen fünf Jahren nicht mehr Meister geworden, da tun uns Demut und Respekt vor dem Gegner gut“, meint Rentsch.

HCL-Kader ist gewachsen - namhafte Neuzugänge

Angreifen will er aber auf jeden Fall. Der HCL hat sich für den nationalen Titelkampf teils namhaft verstärkt. Shenia Minevskaia kam aus Metzingen, Franziska Mietzner vom Thüringer HC, Nele Kurzke aus Zwickau und Franziska Peter aus Regensburg. Der Kader ist damit größer als im vergangenen Jahr. Ein Problem durch unzufriedene Spielerinnen auf der Bank zieht Rentsch nicht.

Der Coach hat sich ein neues System ausgedacht. Er will in der Mannschaft stärker rotieren lassen und den Handball damit neu definieren. Damit bekämen seine Spielerinnen ihre Einsatzzeiten und Ruhepausen gleichermaßen. „Wir haben das am Anfang des Trainingslagers besprochen, es geht nichts über unser mannschaftliches Ziel“, so der Trainer.

Am kommenden Wochenende startet der HCL mit einem Auswärtsspiel gegen Berlin in die neue Spielzeit. Mietzner wird dann noch wegen einer Knieverletzung fehlen, soll aber in spätestens drei Wochen wieder fit sein. Länger aussetzen muss dagegen noch die ebenfalls verletzte Joanna Rode. Bei ihr ist eine Rückkehr ins Team laut Rentsch noch unklar. Dagegen macht Anna Attladottir nach ihrer Kreuzband-Operation große Fortschritte und könnte spätestens im Januar für die Leipzigerinnen spielen.

Mehr Show: Neue Choreografie beim Einlaufen

Einige Dinge sind in dieser Saison auch in der Arena neu beim HCL. Die Choreografie beim Einlaufen in die Halle hat der Verein überarbeiten lassen. Künftig wird auch bei den Damen das Licht ausgeschaltet und auf mehr Show gesetzt. „Wir wollen sehr emotional und euphorisch spielen“, kündigt Rentsch an.

Auch wenn der HCL in diesem Jahr zugunsten der nationalen Titelkämpfe auf eine Wildcard mit Qualifikation zur Champions League verzichtet hat und dafür ab November in der dritten Runde des EHF-Pokals - dann gegen eine Mannschaft aus Slowenien oder Zypern - einsteigt, bleibt die Belastung für einige Spielerinnen hoch.

Am Dienstag werden offiziell neben Minevskaia auch Anne Hubinger, Luisa Schulze, Saskia Lang und Katja Kramarczyk in den Kreis der Nationalmannschaft berufen. Alexandra Mazzucco steht im erweiterten Kreis. Diese Spielerinnen wollen nicht nur an den Weltmeisterschaften im Dezember in Dänemark, sondern auch an den Olympischen Spielen in Rio teilnehmen. Und einen Traum haben sie auch noch: Die WM 2017 in Deutschland, am besten in einer Vorrundengruppe mit dem Spielort Leipzig.

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