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HCL will Kopfproblem besiegen – drei Spielerinnen fallen im Pokal aus

HCL will Kopfproblem besiegen – drei Spielerinnen fallen im Pokal aus

„Wir haben unser Glück strapaziert und einen Warnschuss bekommen“, sagt Kay-Sven Hähner. Der Manager des HC Leipzig redet Klartext nach den ersten beiden Spielen im neuen Jahr in der Handball-Bundesliga der Frauen.

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Maura Visser vom HCL im Spiel gegen Bayer Leverkusen. Im Pokal muss die Niederländerin pausieren.

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. Gegen Blomberg reichte es für den HCL zu einem knappen Sieg, mit einem Kraftakt in der Schlussphase sicherte sich das Team von Trainer Stefan Madsen am vergangenen Mittwoch zu Hause noch einen Punkt gegen Leverkusen. „Wir könnten jetzt auch mit 0:4 Punkten da stehen“, meint Hähner. Am Donnerstag bat er seine Spielerinnen zum Rapport und sprach die mangelnde Präsenz auf dem Parkett an.

„Die Mädels waren einsichtig, wussten selbst, dass das Mist war“, so der Manager. Hähner hat ein Kopfproblem bei seinem Team ausgemacht. Besonders die Nationalspielerinnen seien nach der Katastrophen-Weltmeisterschaft im Dezember, nach verpasster Olympia-Qualifikation, noch immer nicht mit den Gedanken frei.

„Für Katja Schülke hätten die Olympischen Spiele der krönende Abschluss ihrer Karriere in der Nationalmannschaft werden sollen“, sagt Hähner. Selbst die sonst stets coole Anne Müller hat das Turnier noch immer nicht weggesteckt. „Ich dachte nicht, dass mich das so lange beschäftigt“, gestand sie dem Manager.

Hähner will aber gar nicht in Panik verfallen. „Wir müssen jetzt ruhig bleiben“, glaubt er. Ein Mentaltrainer soll den Spielerinnen helfen. Gegen Oldenburg am 18. Januar will sich die Mannschaft dann mit einem Erfolgserlebnis zu Hause wieder Selbstvertrauen holen.

Dazwischen muss der HCL am Sonnabend im Pokal beim Drittligisten TSV Owschlag in der Nähe von Kiel antreten. Alles andere als ein Sieg des Bundesligisten wäre eine Sensation, auch wenn einige Spielerinnen nicht mit in den Norden reisen. Maura Visser und Loraine Hellriegel fehlen mit Knieverletzungen, Marlene Windisch liegt mit einem Infekt flach. Ein Virus schwächt auch Katja Schülke und Anne Müller. Beide werden aber voraussichtlich spielen.

Dafür wird Karolina Kudlacz wie schon gegen Leverkusen nach ihrer mehrmonatigen Pause wieder Einsatzzeiten bekommen. Die polnische Nationalspielerin wird behutsam aufgebaut und soll beim Europapokalspiel am 5. Februar gegen Skopje wieder richtig fit sein.

Die Norddeutschen aus Owschlag fiebern derweil ihrem Spiel des Jahres entgegen. Bundesliga-Handball der Frauen sehen die Schleswig-Holsteiner sonst nur im Fernsehen. „Wir haben bei uns hier oben ja weit und breit keinen Frauen-Erstligisten“, sagt TSV-Trainer Rainer Peetz. Das nächstgelegene Spitzenteam spiele in Buxtehude, das sei noch hinter dem Elbtunnel, meint Peetz und verrät dabei seine ganz persönlichen Grenzen in der Region.

Gegen den HCL wird die kleine Halle mit 500 Zuschauern ausverkauft sein. „Wir haben Respekt, aber keine Angst“, berichtet der Trainer, der mit seinem neu formierten Team auf dem vierten Tabellenplatz liegt. Eine Chance rechnet er sich aber nicht aus. „Wir wissen, das ist die Endstation für uns“, gibt Peetz zu und freut sich auf ein tolles Vorbereitungsspiel für die Rückrunde in Liga drei.

Ein weiterer sächsischer Verein will am Sonntag für eine Pokalüberraschung sorgen. Die Damen vom SVH Oschatz empfangen um 16 Uhr den Zweitligisten von Greven 09.

Matthias Roth

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