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HCL will von Krise nichts wissen - Gegen Metzingen sollen zwei Punkte her

HCL will von Krise nichts wissen - Gegen Metzingen sollen zwei Punkte her

„Die Krise ist bei uns nicht ausgebrochen", sagt Norman Rentsch bestimmt, um fast schon trotzig anzufügen: „Sie wird auch nicht ausbrechen." Allerdings weiß der Trainer der HCL-Handballerinnen, dass die Stimmung beim glänzend in die Saison gestarteten Pokalsieger kippen könnte, falls nach den Niederlagen in Leverkusen und gegen Wolgograd auch die Partien Nummer drei und vier in Folge in die Hose gehen sollten.

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HC Leipzig Co-Trainer Max Berthold (l.) und Chef-Coach Norman Rentsch.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Die Leipzigerinnen stehen vor einer schweren Woche: Am Mittwoch (18 Uhr, Arena) gilt es in der Bundesliga, den Tabellennachbarn TuS Metzingen auf Distanz zu halten. „Die zwei Punkte brauchen wir unbedingt", so Rentsch. 48 Stunden später steht das letzte Gruppenspiel in der Champions League beim slowenischen Meister Ljubljana an. Eigentlich sollte der Bus gleich nach der Bundesliga-Partie starten. „Aber die Mädels wollten unbedingt im eigenen Bett schlafen", so Manager Kay-Sven Hähner: „Deshalb fahren wir jetzt am Donnerstag 5 Uhr los."

Nach dem 27:30 gegen Wolgograd standen Trainer, Co-Trainer und Manager am Sonntag noch lange auf dem Parkett, um die Niederlage aufzuarbeiten. „Das kann man emotional und sachlich tun – beides hat seine Vorteile", so Rentsch. Gleich nach dem Spiel überwogen die emotionalen Momente. Am Montag folgte dann der sachliche Teil beim gemeinsamen Video-Studium mit seinem Assistenten Max Berthold.

Am Dienstag werde man dem Team die Fehler aus dem Wolgograd nicht noch einmal zeigen, aber viele Dinge deutlich ansprechen. Rentsch fordert im Spiel gegen Metzingen: „Wir dürfen uns nicht an den Schiedsrichtern oder anderen Dingen aufreiben. Wir müssen zu unserer Linie zurückfinden, das Publikum mitnehmen, auf eine Welle kommen. Das wird nicht leicht, das muss man sich erarbeiten. Dazu waren wir gegen Wolgograd nicht bereit."

Auch wenn die Spielerinnen selbstkritisch ihre vielen vergebenen Möglichkeiten ansprachen, steht für den Coach fest: Sein Team war gegen den russischen Meister auch in der Abwehr nicht aggressiv genug. „30 Gegentore sind zu viel. Wir standen zu defensiv, haben die Russinnen nicht energisch genug am Wurf gehindert und uns dadurch zu wenige Tempogegenstöße erkämpft. Wenn man dann noch Chancen aus Nahdistanz weglässt, wird es auf internationalem Niveau schwer."

Obwohl der 34-Jährige meist auf Einzelkritik verzichtet, ließ er beim Pressegespräch am Montag zwei Details durchblicken, die ihm momentan noch nicht gefallen. „Seit fünf Monaten arbeiten wir daran, dass Maura Visser torgefährlicher wird. Wenn ihr das gelingt, wird sie automatisch offensiver gedeckt, wodurch sich Lücken am Kreis ergeben." Zum anderen knüpfe Anne Hubinger im Spiel oftmals noch nicht an ihre guten Trainingsleistungen an. Dies wiederum veranlasste Kay-Sven Hähner, auf Hubingers Freund Philipp Weber, dem Goalgetter der DHfK-Männer, zu sprechen zu kommen: „Er könnte ihr 20 Prozent seines Selbstbewussteins abgeben - dann wären wir einen großen Schritt weiter."

Die Partie gegen TuS Metzingen wird im Livestream sowie im Liveticker auf LVZ-Online übertragen.

Frank Schober

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