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Handball Champions League: HCL muss ohne Lang zum Krösus – nach Skopje

Mein Club, meine Titel Handball Champions League: HCL muss ohne Lang zum Krösus – nach Skopje

Am Freitag tritt der HC Leipzig in der Gruppenphase der EHF Champions League gegen Vadar Skopje an. „Wir müssen 120 Prozent treffen“, so Manager Hähner. Mathematisch hat das zwar einen Haken, aber die Stoßrichtung stimmt: Die Chancenausbeute muss sich deutlich verbessern.

Am Freitag tritt der HC Leipzig in der Gruppenphase der EHF Champions League gegen Vadar Skopje an.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Mein Haus, mein Auto, mein Boot“, schepperte es in der Sparkassen-Reklame in den 90ern. Die galt allen Sparbuch-Stubenhockern und Sparstrumpf-Hortern. Geld muss bekanntlich zirkulieren, soll es sich vermehren. In Russland hatten das zu jener Zeit schon einige Herren verinnerlicht. Oligarchen werden die genannt. Weil die Milliardäre irgendwann nicht mehr hin wussten mit der ganzen Kohle, begann ein neuer Wettstreit fernab von Häusern, Booten und Autos. Der heißt: Mein Club, meine Spieler, meine Titel. Sergej Samsonenko mag Handball und gönnte sich Vardar Skopje. Dort darf der HC Leipzig (HCL) am Freitag (20.30 Uhr) ran – in der Gruppenphase der EHF Champions League (CL).

Seit 2013 rieseln die langen Scheine so wie die Flocken bei Frau Holle. Das Ergebnis: Die Frauen-Weltauswahl des mazedonischen Dauer-Double-Siegers (seit 2014) wurde dreimal in Folge Dritter der Champions League. Ach so, direkt an die Halle hat der Gönner auch gleich noch ein Hotel gezimmert mit vier Sternen – „Russia“.

Dort logieren die Damen des HCL. Die Kosten übernimmt Vardar. Im Übrigen keine Wettbewerbsverzerrung, sondern Usus. Der HCL revanchiert sich im Rückspiel, versichert HCL-Manager Kay-Sven Hähner.

Die Favoritenrolle ist besetzt. „Wir müssen 120 Prozent treffen“, rechnet Hähner vor. Mathematisch hat das zwar einen Haken, aber die Stoßrichtung stimmt: Die Chancenausbeute muss sich deutlich verbessern. In Astrachan (Russland) war weit mehr drin als die 24:27-Niederlage. „Deswegen werden jetzt nicht die Schwerter über den Köpfen kreisen“, sagt Trainer Norman Rentsch, der weiter auf die Stützen Saskia Lang und Franziska Mietzner im Rückraum verzichten muss. Shenia Minevskaja bleibt in der Pflicht. Und die wiegt schwer. Ihr absolutes Können konnte die 23-Jährige noch nicht abrufen. „Sie will den ganz großen Schritt“, erklärt ihr Trainer, „statt kleine.“ Die eigenen Erwartungen hemmen. Deswegen gibt es für Skopje nur eine Losung: Spaß haben. Die Punkte warten daheim.

Alexander Bley

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