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Hohe Einnahmen und Freudentränen: HC Leipzig feiert Pokalsieg

DHB-Pokalsieg Hohe Einnahmen und Freudentränen: HC Leipzig feiert Pokalsieg

Kurz nach 17 Uhr startete der HCL nach dem Pokalsieg in den Partymodus und hat nun eine lange Nacht vor sich. Die Trophäe wollten die Leipzigerinnen gar nicht mehr los lassen. Für den HC Leipzig ist es in vielerlei Hinsicht ein wichtiger Erfolg.

Die Handballerinnen vom HCL mit dem DHB-Pokal

Quelle: dpa

Leipzig. „Oh wie ist das schön“, tönte es schon Minuten vor der Pokalübergabe durch die Arena Leipzig. Helena Hertlein stand als Erste ganz oben auf dem Podium und stimmte den Feiermodus an – die zwei Kapitäninnen durften den Pott dann in die Höhe stemmen. „Da ist das Ding“, schrie Katja Kramarczyk und winkte zwischendurch immer wieder ihrem Sohn, der auf den Armen ihres Mannes den Trubel begeistert verfolgte. Die Keeperin lieferte an beiden Tagen titelreife Leistungen ab und bildete einen starken Rückhalt.

Nur eine Woche nach der verpassten Meisterschaft sind aus den Tränen der Enttäuschung Freudentränen geworden. Im Licht der Schweinwerfer liefen am Samstag davon reichlich. Zum Beispiel, bei Karolina Kudlacz-Gloc, die im Final-Four mit 24 von 59 Treffern zur überragenden Torschützin avancierte und auch zur besten Spielern des Turniers gewählt wurde. Vor einer Woche im Meisterschaftsendspiel beim THC stand die studierte Psychologin noch völlig neben sich. Ein Wunderheiler hatte ihr geholfen, die Blockade im Kopf zu überwinden.

Erster Titel für Rentsch

Das Erfolgstrio auf der Trainerbank gönnte sich den Moment der Ruhe im Trubel des Pokaltriumphs und nahm sich in die Arme. „Ich bin völlig aus der Fassung“, sagte ein emotionaler Chefcoach Norman Rentsch nach dem am Ende noch knappen 29:28-Erfolg im Endspiel gegen Borussia Dortmund. Der junge Trainer feierte am Samstag den ersten großen Erfolg seiner Karriere. Der sonst so demütige Rentsch ballte die Fäuste und riss immer wieder die Arme nach oben.

Freudentränen beim HC Leipzig, Enttäuschung bei Borussia Dortmund: Mit einem 29:28 im Finalspiel haben die Leipzigerinnen am Samstag den DHB-Pokal gewonnen.

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Der erfahrene, aber auch etwas ruhigere Torwarttrainer Wieland Schmidt meinte: „Vor zwei Jahren war das alle entspannter.“ Max Berthold, der als Interims-Chefcoach 2014 bereits in eigener Halle feierte, sagte: „Damals habe ich glaube nicht so viel geschwitzt. Es war absolut verdient, wenn man den ersten und zweiten der Bundesliga vorher aus dem Wettbewerb geworfen hat und einfach nur cool für die Mädels.“

Titel auch finanziell wichtig

Manager Kay-Sven Hähner musste als Organisator noch lange an seinem Walkie-Talkie Anweisungen geben, bevor er sich der Partytraube endlich anschließen konnte. „Ich bin völlig geflasht. Leck mich am Arsch“, sagte er. Der Manager konnte sich gleich dreifach freuen: Titelgewinn, hohe Einnahmen für das Turnier, „da ist ordentlich was hängen geblieben“ (laut Hähner doppelt so viel wie vor zwei Jahren) und extra Prämien von den Sponsoren für den Pokalsieg. „Der Sieg gegen den THC war fürs Gemüt, heute ist es eine tolle Belohnung, den Pokal in die Höhe zu stemmen. Beides zusammen ist der Jackpott“, sagte Hähner.

Den Startplatz im Europapokal hatte der HCL bereits dank des dritten Platzes in der Bundesliga sicher. Nun will Hähner mit dem Zweitplatzierten aus Metzingen Kontakt aufnehmen und sich für die Wildcard in der Champions League bewerben. Sportbürgermeister Heiko Rosenthal stand freudestrahlen im Trubel auf dem Parkett und sagte: „Wir haben als Stadt alles richtig gemacht und würden diese Veranstaltung in den nächsten Jahren immer wieder unterstützen.“

Anne Grimm

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