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Insolvenzverwalter des HC Leipzig wurde bestellt – Hähner bleibt im Amt

Weitere Spielerinnen im Abflug Insolvenzverwalter des HC Leipzig wurde bestellt – Hähner bleibt im Amt

Der HC Leipzig soll nach Angaben seines nun bestellten Insolvenzverwalters entschuldet werden. Dazu müsse ausreichend Kapital für alle Gläubiger aufgebracht werden.

HCL-Geschäftsführer Kay-Sven Hähner.
 

Quelle: Christian Modla

Leipzig.  Der schwer angeschlagene HC Leipzig hat inzwischen einen Insolvenzverwalter. Wie die Rechtsanwaltskanzlei Stapper mitteilte, wurde Christopher Alexander Jacobi am Mittwoch als solcher bestellt. Jacobi sondiere aktuell zusammen mit HCL-Geschäftsführer Kay-Sven Hähner und 50 weiteren Mitarbeitern die „Möglichkeiten für eine Restrukturierung des Geschäftsbetriebes des HC Leipzig“, hieß es am Donnerstag. Hähner werde den Prozess bis auf weiteres auch als Geschäftsführer unterstützen.

Ziel der Bemühungen sei eine Entschuldung der HC Leipzig Bundesliga GmbH sowie die Sicherstellung des Spielbetriebs in der dritten Liga, sofern über Investoren und Sponsoren ausreichend Kapital für die Gläubiger des HCL aufgebracht werden kann. „Nur so kann in der Gesamtbetrachtung auch die wichtige Nachwuchsentwicklungs- und förderstruktur des rechtlich nicht von der Insolvenz betroffenen HC Leipzig e. V. gesichert werden“, so die Angaben weiter.

Manager Hähner in der Kritik

Der auch als Manager tätige Kay-Sven Hähner leitet seit 20 Jahren die Geschicke der früheren Bundesliga-Mannschaft, geriet nach Bekanntwerden von millionenschweren Finanzlücken öffentlich in die Kritik und tauchte nach der Insolvenz komplett ab. Die Insolvenzverwaltung zeigte Verständnis für die Funkstille, erklärte aber auch: „Die Öffentlichkeit hat ein berechtigtes Interesse an einer kritischen Aufarbeitung.“

Wenige Tage nachdem der HC Leipzig seine Bundesliga-Lizenz unter harten Auflagen auf juristischem Wege zurückerlangt hatte, hatte der 46-Jährige die Insolvenz des Rekordmeisters angemeldet. Als Begründung für diesen Schritt führt die Kanzlei Stapper nun an, dass angeblich entgegen verbindlicher Zusagen ein kleinerer Teil der zugesagten Gelder buchstäblich in letzter Sekunde nicht gezahlt wurde.

Weitere Spielerinnen verlassen Leipzig

Unterdessen wurde auch der Abgang von zwei weiteren HCL-Spielerinnen bekannt. Bundesliga-Aufsteiger HC Rödertal aus dem sächsischen Großröhrsdorf verpflichtete die österreichische Nationalspielerin Tamara Bösch für den rechten Rückraum sowie Linksaußen Joanna Rode. Zuvor war bereits Michelle Urbicht aus der Messestadt nach Großröhrsdorf gewechselt.

Die 28-jährige Linkshänderin wechselte 2016 vom Schweizer Meister LC Brühl nach Leipzig. „Mit ihrer Erfahrung ist sie für uns eine ganz wichtige Verstärkung“, erklärte HCR-Präsident Andreas Zschiedrich. (mit dpa)

Von mpu

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