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Internationaler Auftakt für den HCL – Mietzner kann auflaufen

EHF-Cup gegen Zagorje Internationaler Auftakt für den HCL – Mietzner kann auflaufen

Spät starten die Handballerinnen des HC Leipzig in dieser Saison ins internationale Geschäft. In dieser Woche nun steigt der Bundesligist gegen die slowenische Top-Mannschaft RK Zagorje in die dritte Runde des EHF-Cup ein. Mit dabei, die vom Verletzungspech verfolgte Franziska Mietzner.

Für den HCL geht knapp vor der WM im Nachbarland das internationale Geschäft los. Für Nationalspielerinnen wie Luisa "Schmu" Schulze bedeutet das eine vierfache Belastung: Nationalmannschaft, EHf-Pokal, Bundesliga und DHB-Pokal. (Archivbild)

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Vor Beginn der Spielzeit stand der HCL vor der Entscheidung mit einer Wildcard die aufreibende Qualifikation zur Champions League zu bestreiten, oder zu einem späteren Zeitpunkt im EHF-Pokal anzutreten. „Die Champions League hat uns die Bundesliga gekostet“, erklärte HCL-Trainer Norman Rentsch zum Ende der Vorsaison. In dieser Spielzeit stand für die Leipzigerinnen ein starkes Auftaktprogramm an. Außer gegen den Thüringer HC mussten die Blau-Gelben schon gegen alle Mitfavoriten im Titelkampf antreten.

„Es war die richtige Entscheidung“, zeigt sich HCL-Manager Kay-Sven Hähner gegenüber LVZ.de überzeugt. In einer möglichen Champions-League-Qualifikation gegen harte Gegner hätten sich Spielerinnen verletzten können. Die Belastungen so früh in der Saison wären ungleich höher gewesen. Der Blick auf die derzeitige Tabelle gibt ihm Recht. Punktgleich stehen die Leipzigerinnen auf Platz zwei hinter dem Meister THC. Zwischenzeitlich hatten die Blau-Gelben gar die Tabellenführung inne.

Kurz vor der WM-Pause geht es nun gegen FK Zagorje los mit großer, weiter Welt. Auch wenn das Auswärtsspiel zum Auftakt nicht in dem osteuropäischen Land stattfindet. Der slowenische Vizemeister hat auf sein Heimspielrecht verzichtet. Nun laufen beide Mannschaften am Donnerstag, 19 Uhr, in der Anhalt-Arena in Dessau auf.

Slowenischer Vizemeister hat im EHF-Cup schon gesiegt

Zagorje ist slowenischer Vizemeister und auch im Moment auf Platz zwei der Tabelle hinter Seriensieger Krim Ljubljana. Drei Nationalspielerinnen stehen in Diensten der nominellen Gastgeber. Neli Irman, die 29-jährige Rechtsaußen und eine der Stützen ihres Teams, schätzt im Interview den HCL als Favoriten ein: „Ich weiß, dass das Team in dieser Saison stärker ist als in der letzten“, so die Linkshänderin. „Leipzig hat in dieser Saison eine sehr starke Mannschaft.“

Unterschätzen darf man „Rokometni Klub Zagorje“ allerdings nicht. Sie sind bereits in der dritten Runde in den EHF-Cup eingestiegen und haben jeweils haushoch gewonnen. Dem amtierenden slowenischen Liga-Meister nahmen sie mit einem 22:22 einen Punkt ab. Irman: „Wir reisen nicht mit einer weißen Flagge an.“

Der HCL ist fit, das Krankenlager leert sich

Nach einer ruhigen Vorwoche hat Trainer Norman Rentsch sein Team seit Montag intensiv auf Zagorje vorbereitet. Der Kader ist fit und heiß. Und auch aus dem Krankenlager gibt es gute Nachrichten. Franziska Mietzner soll am Donnerstag nach ihrer langen Verletzungspause wieder auflaufen. Im Training habe sie sehr gute Leistungen gezeigt. „Sie ist schmerz- und beschwerdefrei“, versichert Hähner. Noch fehle ihr allerdings die Spritzigkeit. Die langzeitverletzte Anna „Togga“ Atladottir musste sich unterdessen erneut einer Operation unterziehen. Zur Beruhigung: Es waren nur vier Weisheitszähne, die raus mussten. Derzeit arbeitet die Isländerin mit dem Juniorteam um zu alter Stärke zurück zu finden. Für Joanna Rode wird es wohl noch bis zum neuen Jahr dauern und Luisa Sturm wird im Januar erneut am Knie operiert. Derzeit sieht es so aus, dass sie für 16 bis 18 Monate ausfällt.

Nur zwei Tage nach dem internationalen Auftakt in Dessau steht schon das Rückspiel gegen Zagorje an. Die vorletzte Heimpartie in diesem Jahr wird am Samstag um 15 Uhr in der Arena angeworfen, bevor es für den HCL in eine längere Pflichtspielpause bis zum 30. Dezember geht.

Bundestrainer Vestergaart baut bei WM auf den HCL

Eine ruhige Kugel schieben werden die Leipziger Damen hingegen nicht. Bei der WM in Dänemark (5. bis 20. Dezember) könnte Bundestrainer Jakob Vestergaard fast seine gesamte Startaufstellung mit HCL-Spielerinnen bestücken: Torhüterin Katja Kramarczyk, Alexandra Mazzucco, Shenia Minevskaja, Saskia Lang, Anne Hubinger und Luisa Schulze sind im erweiterten WM-Kader gelistet. Schon am Montag beginnt die WM-Vorbereitung für die Nationalmannschaft.

Auch Karolina Kudlacz reist nach Dänemark, trägt da allerdings die polnischen Farben. Der Rest des HCL-Kaders zieht sich unterdessen ins Gebirge zurück. Am 12. Und 13. Dezember spielen die Blau-Gelben ein Turnier in St. Gallen. Neben dem TuS Metzingen und eben St. Gallen heißt einer der Gegner in der Schweiz: RK Zagorje.

Die Partien im Überblick:

RK Zagorje – HC Leipzig, Donnerstag, 19. November 19 Uhr, Anhalt-Arena Dessau
HC Leipzig – RK Zagorje, Samstag, 21. November 15 Uhr, Arena Leipzig

Von Johannes Angermann

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