Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 10 ° Regenschauer

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Jetzt ist es amtlich: HCL-Coach Heine Jensen wird neuer Handball-Bundestrainer

Jetzt ist es amtlich: HCL-Coach Heine Jensen wird neuer Handball-Bundestrainer

Leipzig. Nun ist es amtlich: Heine Jensen übernimmt die Handball-Nationalmannschaft der Frauen. Der Coach des HC Leipzig tritt offiziell zum 1. Juli das Amt des Bundestrainers an.

Das teilte der Verband am Freitag mit. Demnach erhält der Däne einen Vertrag bis Ende 2014. Bis zum Saisonende arbeitet er bereits in Doppelfunktion als Übungsleiter des HCL und der Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB).

„Die Anfrage des DHB hat mich ziemlich überrascht, macht mich aber trotzdem sehr stolz und ich bin dem HCL wirklich sehr dankbar, dass ich diese neue Aufgabe aufnehmen kann“, sagte der 34-Jährige. Die Verpflichtung zeige, dass unsere und meine Arbeit in Leipzig wertgeschätzt werde, so Jensen weiter.

Seine HCL-Spielerinnen hat Jensen erst am Donnerstag nach der Partie gegen Buxtehude offziell von seinem Abschied informiert. "Ich bin traurig und hätte gern mit ihm weitergearbeitet", sagte Anne Ulbricht. Die gerade von einer langen Verletzung genesene Rückraumspielerin ist sich aber sicher, dass Jensen seine Mädels in gute Hände übergeben werde.

Der bisherige Bundestrainer Rainer Osmann steht aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung. Der Vertrag mit dem 60-jährigen Eisenacher wird in gegenseitigem Einvernehmen zum 30. Juni aufgelöst.

„Wir fühlen uns geehrt, dass der DHB uns gefragt hat und unserem Trainer diese Offerte unterbreitet hat“, erklärte HCL-Manager Kay-Sven Hähner, der am Freitagmorgen letzte Vertragsdetails geklärt hat.

Jensen wird erstmals in vier Wochen auf der Bank der Nationalmannschaft sitzen. Die DHB-Auswahl spielt vom 21. bis zum 24. April im saarländischen Völklingen in einem Vier-Länder-Turnier gegen Norwegen, Frankreich und Spanien.

Anfang Juni hat der neue Coach gleich seine erste schwere Bewährungsprobe. Dann tritt sein neues Team gegen Ungarn an und kämpft sowohl um die WM-Teilnahme als auch um die damit verbundene letzte Chance auf die Olympia-Qualifikation.

Die Erwartungen an Jensen sind in der Dortmunder DHB-Zentrale groß. Seine Aufgabe werde es auch sein, sich intensiv um die Leistungssportstrukturen im weiblichen Nachwuchs zu kümmern, hieß es. „Sowohl seine Leistungen mit dem HC Leipzig als auch seine internationalen Erfahrungen haben den Ausschlag gegeben, dass wir uns für ihn als Nachfolger von Rainer Osmann entschieden haben“, sagte Horst Bredemeier, Vizepräsident Leistungssport beim DHB.

Parallel muss der HCL einen neuen Trainer finden. Hähner kündigte eine schnelle Entscheidung an. Schon am Donnerstag sei ein ganzer Stapel Bewerbungen eingegangen, Namen wollte der Manager nicht nennen. "Spekulationen sind Sache der Medien."

Also gut, spekulieren wir: Nach allen Erfahrungen dürfte erneut ein Skandinavier kommen, damit ist der Verein in den letzten Jahren gut gefahren. Im Sommer hört Jakob Vestergaard in Viborg auf, zu ihm und dem Verein hat Leipzig beste Kontakte. Wäre eine Möglichkeit.

Matthias Roth/Uwe Köster

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News