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Kapitän Kramarczyk geht von Bord – HCL gewinnt trotz Hiobsbotschaft in Göppingen

Handball-Bundesliga Kapitän Kramarczyk geht von Bord – HCL gewinnt trotz Hiobsbotschaft in Göppingen

Nach achteinhalb Jahren verlässt ein Aushängeschild des HC Leipzig den Verein. Das Team trotzt dem herben Verlust und gewinnt in Göppingen. Am Donnerstag will sich Manager Hähner zur Zukunft des Vereins äußern.

Die Kapitänin geht von Bord - Katja Kramarczyk und der HCL trennen sich.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Das Ergebnis in Göppingen rückte am Mittwochabend in den Hintergrund. Während der Partie gab der Verein bekannt, dass der HCL und seine Kapitänin Katja Kramarczyk nach achteinhalb gemeinsamen Jahren getrennte Weg gehen. Der Vertrag wurde in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst. Die 32-Jährige schrieb auf Facebook: „Die Entscheidung, den HC Leipzig zu verlassen, war eine der schwierigsten in meinem ganzen Leben.“ Bereits am Dienstag hatte sich die Keeperin persönlich von ihrem Team verabschiedet. „Es ist schön, dass sie es selbst der Mannschaft gesagt hat, im Gegensatz zu anderen Spielerinnen vor ihr. Aber der knappe Abschied wird ihr und ihrer Leistung für den Verein nicht gerecht“, sagte Trainer Norman Rentsch.

Die Torhüterin war Leistungsträgerin und Aushängeschild der Leipziger Handballerinnen. „Mein Plan war es, nach der Weltmeisterschaft 2017 im eigenen Land beim HC Leipzig meine Karriere zu beenden. Doch leider sind Umstände eingetreten, durch die ich meine sportlichen Ziele in akuter Gefahr sehe und die mich zum Handeln zwingen. Auf die Frage, ob die wirtschaftliche Situation des Clubs einen Einfluss auf meine Entscheidung hatte, kann ich nur sagen, dass ich nach wie vor fest an die Zukunft des HC Leipzig glaube, da es viele Menschen gibt, die diesem tollen Verein helfen möchten“, erklärte die 32-Jährige.

Kapitänin geht zu Bundesliga-Kontrahent

Kramarczyk nutzte am Mittwoch den letzten Tag der Wechselfrist, an dem es anschließend noch möglich ist, in dieser Saison für einen anderen Verein spielen zu dürfen. Nach LVZ-Informationen steht sie ab sofort beim Bundesliga-Kontrahenten Bayer Leverkusen unter Vertrag, der sich derzeit auf dem neunten Tabellenplatz befindet. Manager Kay-Sven Hähner sagte: „Katja hat es selbst gewollt und wird sind sehr traurig. Aber es entlastet uns auch.“ Denn die Torhüterin gehörte zu den Großverdienerinnen in der Mannschaft.   

Am Donnerstag hat Hähner das erste Mal seit mehr als zwei Monaten die Medienvertreter wieder zu einer Pressekonferenz geladen. Der Manager will über die Zukunft seines stark angeschlagenen Vereins informieren. Eine Insolvenz ist nach LVZ-Informationen bei dem Treffen kein Thema. Die finanzielle Lage ist aber weiterhin akut.

Das Team von Trainer Norman Rentsch trotzte am Mittwochabend der Hiobsbotschaft, dass ihre Kapitänin von Bord geht und setzte sich bei Frisch Auf Göppingen mit einer starken Leistung 27:25 (16:13) durch. Zum Abschluss der Hinrunde klettert der HCL dank des Sieges auf den vierten Tabellenplatz. Shenia Minevskaja konnte drei Monate nach ihrem Mittelhandbruch das erste Mal wieder für den HCL angreifen und avancierte sofort mit acht Treffern zur besten Torschützin. „Es ist schön zu sehen, wie die Mannschaft mit all den Problemen wie Verletzungen und Finanzsorgen in den vergangenen Wochen umgegangen ist. Die Truppe hat einfach Lust auf Handball", sagte Rentsch nach der Partie. 

Anne Grimm

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