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Kommt bei den Mädels gut an: LVB-Spieler leitet Trainingseinheiten beim HC Leipzig

Kommt bei den Mädels gut an: LVB-Spieler leitet Trainingseinheiten beim HC Leipzig

Eine aufregende Zeit erlebt derzeit LVB-Spieler Max Berthold. Seit Januar absolviert der Student im Zuge seines Studiums der Sportwissenschaft ein Praktikum beim HC Leipzig.

Leipzig. Zuletzt schaffte der Rückraumspieler zudem mit seiner Mannschaft den Aufstieg in die 3. Handball-Liga. Vorlesung, Praktikum und Training - es geht turbulent zu im Leben des jungen Mannes.

Seit mittlerweile vier Monaten ist Berthold nun fast täglich bei den HCL-Damen im Training und übernimmt viele wichtige Aufgaben. Neben der Spielauswertung und dem Führen einer genauen Statistik, leitete er bereits ganze Einheiten und steht bei den individuellen Technikeinheiten mit Rat und Tat zur Seite. „Ich hätte nie gedacht, dass ich von Anfang an so viel Verantwortung übernehmen darf. Ich bin Heine Jensen und Joschi Holz sehr dankbar, dass ich hier so viele wertvolle Erfahrungen sammeln darf", sagte der Student.

Die Trainer sind mit ihrem Praktikanten sehr zufrieden. „Es macht viel Spaß mit Max zusammenzuarbeiten. Er bringt ja selbst auch viel Erfahrung mit und kann diese sehr gut an die Mannschaft weitergeben", sagte der neue Bundestrainer und fügt lächelnd hinzu, dass der junge Mann auch sehr gut bei den Mädels ankomme.

Das bestätigt auch Nationalspielerin Anne Müller: „Max bereitet sich gut aufs Training vor und bringt neue Übungen und Ideen mit. Außerdem hat er für uns auch die Auswertungen aller Champions-League- und Playoff-Spiele gemacht. Da konnten wir auch mal schwarz auf weiß sehen, warum wir kein Spiel in der Hauptrunde gewonnen und das Finale um die Deutsche Meisterschaft verpasst haben. Mit seiner ruhigen Art hat er bei uns schon ein Stein im Brett", sagte die Kreisläuferin.

Mittlerweile ist Berthold ein fester Bestandteil im Trainingsalltag der Damen. Einen Unterschied zwischen Frauen- und Männerhandball hat er auch schnell ausgemacht: „ Es ist Wahnsinn, wie die Mädels trotz der hohen Belastung in jedem Training absolut mitziehen. Das ist im Männerbereich nicht immer so", gibt der Rückraumspieler zu.

Die Voraussetzung für das Fachpraktikum war die Zusammenarbeit mit einem A-Lizenz Trainer. „Da wurde der Auswahlkreis schon relativ klein. Aber mir war klar, dass es eine tolle Erfahrung wäre, Heine Jensen auf die Finger zu schauen und die Strukturen des HCL kennenzulernen", so Berthold. Der Kontakt zu Kay-Sven Hähner war schnell hergestellt, denn der Manager spielte zu seinen aktiven Zeiten selbst bei der LVB. „Als es dann grünes Licht gab, war die Vorfreude natürlich riesig"; blickt der 23-Jährige zurück.

Berthold selbst spielt seit acht Jahren Handball und war sogar zwei Jahre lang für Dessau in der zweiten Bundesliga aktiv. Der Wechsel nach Leipzig erfolgte 2008 auf Grund des Studiums, auch wenn er lange überlegen musste den Schritt hinab in die Oberliga zu gehen. Bereut hat er ihn nie. „Ich fühle mich pudelwohl hier und würde alles wieder genauso machen", sagte der Spielführer der SG LVB.

Im September will Berthold sein Studium abschließen. Derzeit schreibt der gebürtige Brandenburger aus Frankfurter/Oder an seiner Bachelorarbeit , in der auch der HC Leipzig ein wesentlicher Bestandteil ist. Der Student wertet alle Spiele der Handballdamen aus und legt dabei besonderes Augenmerk auf die Kombinationen. Das Ergebnis der Arbeit soll belegen, welche Spielzüge am effektivsten funktionierten und den meisten Erfolg brachten.

Was Berthold nach dem Abschluss seines Studiums macht, ist noch völlig offen. „Ich weiß nur, dass ich wohl immer nebenbei eine Mannschaft trainieren werde, vielleicht wird daraus ja auch mal mehr", sagt der sympathische 23-Jährige, der derzeit mit viel Freude auch noch die E-Jugend der LVB trainiert.

Nach den eigenen Aufstiegs-Feierlichkeiten hofft Berthold, dass er Ende Mai auch noch mit den HCL-Damen Grund zum Jubeln hat. Nachdem der Traum von der Titelverteidigung geplatzt ist, spielt das Team am 21./22. Mai noch um den DHB-Pokal. Der Titel wäre der krönende Abschluss einer guten Saison und der perfekte Abschluss seines Praktikums.

Anne Ulbricht

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