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Kudlacz fehlt HCL für den Rest der Saison – Endspurt um internationalen Startplatz

Kudlacz fehlt HCL für den Rest der Saison – Endspurt um internationalen Startplatz

Der HC Leipzig muss bis zum Saisonende ohne seinen Kapitän und erfolgreichste Torschützin Karolina Kudlacz auskommen. Die polnische Nationalspielerin wurde vergangene Woche an der Ferse operiert.

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HCL-Kapitän Karolina Kudlacz ist an der rechten Ferse operiert worden.

Quelle: Sebastian Brauner

Leipzig. Neben Saskia Lang und Anna Atladottir ist die 30-Jährige die dritte Langzeitverletzte im Rückraum des Pokalsiegers. Im Kampf um die internationalen Startplätze sind nun mehr denn je die jungen Handballerinnen in der Pflicht.

Sechs englische Wochen und der anschließende Lehrgang mit der polnischen Nationalmannschaft im März haben Spuren hinterlassen: „Die Schmerzen waren so groß, ich konnte nach der Partie in Berlin einfach nicht weiter spielen“, erklärte Kudlacz am Montag. Nachdem ein Überbein an der rechten Ferse entfernt wurde, ist die HCL-Torgarantin bereits wieder frohen Mutes.

„Vernünftigste Entscheidung meines Lebens“

„Das Schlimmste ist vorbei, nun habe ich genug Zeit für die Regeneration und werde bis zu Beginn der Vorbereitung für die neue Saison wieder komplett fit sein.“ Die Polin meint: „Es war eine der vernünftigsten Entscheidungen, die ich in meinem Leben getroffen habe.“ Das Überbein drückte so sehr auf die Achillessehne, dass die Gefahr einer langwierigen Verletzung bei weiterer Belastung zu groß gewesen wäre. Bis zu ihrer Hochzeit Ende Juni will Kudlacz auch den Spezialschuh los sein.

Die gute Laune lässt sich HCL-Trainer Norman Rentsch nach der erneuten Hiobsbotschaft aus der Krankenabteilung nicht nehmen und blickt positiv auf die anstehenden sechs Saisonspiele: „Jetzt sind die jungen Wilden gefragt.“ Dabei ist die Herausforderung im Endspurt um die internationalen Startplätze für sein Team in der momentanen Situation groß. Aktuell steht Leipzig auf dem vierten Platz, den die Mannschaft mindestens verteidigen muss, um auch nächstes Jahr auf europäischer Ebene dabei zu sein. „Wir verschwenden keine Gedanken daran, dass wir das nicht schaffen können“, sagt Manager Kay-Sven Hähner.

Rückkehr von Müller und Visser in die Bundesliga?

Bereits am Mittwoch trifft der HCL ab 19.30 Uhr gegen Bayer Leverkusen in der Arena auf einen direkten Konkurrenten. „Durch die vielen Ausfälle müssen auch jüngere Spielerinnen mehr Verantwortung übernehmen, können sich nicht hinter einer Kudlacz oder Lang verstecken“, sagt Rentsch. Immerhin kehrt Luisa Schulze nach ihrem Hexenschuss zurück. Der Trainer wird auch gegen den Tabellensechsten aus Leverkusen drei Handballerinnen vom Juniorteam zu den Profis holen. Beim deutlichen 36:24-Sieg gegen Aufsteiger aus Celle klappte das zuletzt überraschend gut.    

Damit solche Engpässe nächste Saison nicht mehr eintreten, wird der Kader des HCL größer. Vier Neuzugänge, Shenia Minevskaja (Metzingen), Franziska Mietzner (THC), Nele Kurzke (Zwickau) und Luisa Sturm (Nachwuchs) stehen bereits fest. Die fünfte und letzte neue Spielerin könnte noch in dieser Woche vorgestellt werden. Hähner verriet nur so viel: „Es wird eine Rückraumspielerin sein.“

Definitiv nicht nach Leipzig zurück kehren wird Susann Müller, die ihren Vertrag nach nur einer Saison beim Champions-League-Sieger Györ bereits auflöste. Auch THC-Trainer Herbert Müller hat nicht vor, die deutsche Nationalspielerin zu verpflichten, erklärte er LVZ-Online. Die Linkshänderin hat dafür Angebote aus Odense (Dänemark) und vom Bundesliga-Kontrahenten Bietigheim. Die SG BBM, die vom ehemaligen HCL-Coach Martin Albertsen trainiert wird, soll auch Maura Visser ein Angebot unterbreitet haben. Die Niederländerin und der HCL trennten sich im November, seitdem steht Visser bis zum Saisonende bei Viborg HK unter Vertrag.

Anne Grimm

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